
Darum geht’s: Anstelle des Sanitärgebäudes mit Kiosk auf der Liegewiese möchte die Besitzerfamilie am Freudensee ein Wohnhaus für die Tochter mit ihrem Partner bauen. Mit geplant sind auch Ferienwohnungen. Knackpunkt ist der jetzige beliebte Weg am Sanitärgebäude vorbei. Er ist derzeit Zugang zur Liegewiese, gehört zum Rundweg am See, ist auch Teil von mehrere Wanderwegenetzen. Dieser Weg ist aber Privateigentum und nicht als Wanderweg gesichert. Würde das Bauprojekt verwirklicht, würde der Weg an dieser Stelle dichtgemacht und übe die Kuppe "hintenrum" Richtung Spielplatz umgeleitet. − Foto: Riedlaicher
Darum geht’s: Anstelle des Sanitärgebäudes mit Kiosk auf der Liegewiese möchte die Besitzerfamilie am Freudensee ein Wohnhaus für die Tochter mit ihrem Partner bauen. Mit geplant sind auch Ferienwohnungen. Knackpunkt ist der jetzige beliebte Weg am Sanitärgebäude vorbei. Er ist derzeit Zugang zur Liegewiese, gehört zum Rundweg am See, ist auch Teil von mehrere Wanderwegenetzen. Dieser Weg ist aber Privateigentum und nicht als Wanderweg gesichert. Würde das Bauprojekt verwirklicht, würde der Weg an dieser Stelle dichtgemacht und übe die Kuppe "hintenrum" Richtung Spielplatz umgeleitet. − Foto: Riedlaicher
Bild herunterladenVon Anfang an war klar, dass es um ein Thema geht, das man neudeutsch eine "ganz heiße Kiste" bezeichnen würde. Entsprechend groß war das Zuschauerinteresse, entsprechend heftig war die Debatte, entsprechend knapp war die Abstimmung. Mit elf zu zwölf Stimmen lehnte der Stadtrat das Vorhaben letztlich ab.
Es ging um das Ändern des Flächennutzungsplans und das Aufstellen eines "Bebauungsplans Freudensee". Dahinter verbirgt sich ein Bauvorhaben: Die Besitzerfamilie des Freudensees will ein Wohnhaus mit Ferienwohnungen auf der jetzigen Liegewiese errichten, dort, wo jetzt das Sanitärgebäude steht. Das Sanitärgebäude müsste die Stadt an anderer Stelle neu bauen. Mit dem Projekt sollten planerisch 3000 Quadratmeter aus der Liegewiese "herausgelöst" und bebaubar gemacht werden. An den Planungskosten hätte sich die Besitzerfamilie zu einem Viertel beteiligt. Drei Viertel hätte die Stadt übernommen, weil sie von sich aus das Umfeld des Freudensees von einem Landschaftsplaner überplanen hätte lassen.
Wenn es in diesen Monaten um Projekte und Pläne um und am Freudensee geht, geht es nie um die Sache allein. Im Hintergrund spukt immer der heurige November. Dann nämlich müsste und möchte die Stadt einen neuen Pachtvertrag für die Liegewiese mit den Seebesitzern abschließen. Der alte Vertrag läuft nach 40 Jahren aus. Und so hängt bei diesem Thema alles mit allem zusammen. Auf der einen Seite steht eine Stadt, die das Badegewässer für ihren Tourismus, die Naherholung und die Werbung braucht, auf der anderen Seite eine Besitzerfamilie, die seit jeher kraftvoll und kreativ ihre Interessen vertritt, keinen Streit scheut und gern den direkten Weg geht.
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