
Vor dem Rathaus in Sonnen, das letztes Jahr für rund 300 000 Euro saniert worden ist, beginnt der neue Sonnensystemwanderweg. Für Bürgermeister Hans Binder ist dieser Weg eine weitere Investition in den Tourismus, der für die kleine Gemeinde ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist und bleibt. − Foto: Neumeier
Vor dem Rathaus in Sonnen, das letztes Jahr für rund 300 000 Euro saniert worden ist, beginnt der neue Sonnensystemwanderweg. Für Bürgermeister Hans Binder ist dieser Weg eine weitere Investition in den Tourismus, der für die kleine Gemeinde ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist und bleibt. − Foto: Neumeier
Bild herunterladenDer Staat überhäufe die Kommunen mit Aufgaben, jedoch nicht mit Geld, klagt Sonnens Bürgermeister Hans Binder. Und die Gemeindefinanzen schrumpfen. Trotzdem ist es auch heuer sein Ziel, die Lebensqualität in der Gemeinde Sonnen in kleinen Schritten zu steigern. Weil es am Geld fehlt, kann allerdings nur wenig angepackt werden.
Die schwache Finanzsituation wirke sich auch auf die Personalbesetzung im Bauhof aus, bedauert Binder. Trotzdem wird versucht, mit wenigen Mitteln die Gemeinde Sonnen für ihre Bürgerinnen und Bürger attraktiv zu gestalten, wie der Bürgermeister es formuliert.
Etwas "ganz Besonderes" wird der neue Sonnensystemwanderweg, der heuer fertig wird. In diesem Themenwanderweg wird das Sonnensystem im Maßstab eins zu einer Milliarde umgesetzt. Das ist das Steckenpferd des Bürgermeisters. Er ist Hobby-Astronom, hat den Weg gestaltet, beschrieben und entwickelt.
Die Planeten werden dabei in und um Sonnen verteilt. Die rund 600 Kilo schwere Sonne, die gerade bei der Vergolderin ist, wird am Rathaus-Vorplatz aufgestellt. "Merkur" kommt auf den Friedhof, "Venus" zur Turnhalle und so geht es weiter bis zum "Uranus" in Oberneureuth und "Pluto" am Aussichtsturm in Oberfrauenwald. Von der goldenen Sonne am Rathaus aus besteht Sichtverbindung zum Pluto: "Das ist einmalig", ist sich Binder sicher.
Denn: Für den Bürgermeister liegen die Chancen für die Gemeinde neben den bestehenden Granitbetrieben im Fremdenverkehr. "Unsere Zukunft ist der Tourismus. Die Schönheit der Landschaft müssen wir erhalten und nicht durch Windräder verschandeln", so die Meinung Binders. Aus dem Grund will man sich heuer auch den Titel "staatliche anerkannter Erholungsort" holen.
Auch von privater Seite wird in Sachen Tourismus einiges getan: Am Badeweiher sind rund 20 Hütten als Wikingerhäuser, Almhäuser und Baumhäuser geplant, die dann an Urlauber vermietet werden. Dazu wird heuer die Bauleitplanung abgeschlossen. Mit einer dieser Hütten hat der Investor bereits gute Erfahrungen gemacht. − sinMehr zum Thema lesen Sie in Ihrer Ausgabe der Passauer Neuen Presse.
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