von Petra Schlierf
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Sein Aushilfsjob als Melchior war für Rico Entholzer (14) gestern zu Ende. Das Kostüm hängte er wieder an die Kleiderstange, die Kronen warten in einer Kiste auf ihren nächsten Einsatz. − Foto: Schlierf
Sein Aushilfsjob als Melchior war für Rico Entholzer (14) gestern zu Ende. Das Kostüm hängte er wieder an die Kleiderstange, die Kronen warten in einer Kiste auf ihren nächsten Einsatz. − Foto: Schlierf
Eine Krone allein macht noch keinen Ministranten zum Sternsinger. Kaum auffallen würden die umherziehenden Könige nämlich ohne ihre prachtvollen, bunten Umhänge und einigen Requisiten. Seit Silvester waren die Simbacher Sternsinger aus St. Marien unterwegs, gestern hatte die Verwandlung eine Ende und die Kostüme wanderten wieder zurück in die orientalische Kleiderkammer im Pfarrheim.
Auf die Anprobe freuen sich die zwölf Ministranten der St. Marien-Kirche jedes Jahr. Zwar sind die Kleider der Heiligen Drei Könige seit gut 2000 Jahren aus der Mode, die Sternsinger stört das aber keineswegs. Das Stöbern in den bunten Sachen macht trotzdem Spaß. Weil mehr Kostüme als Ministranten zur Verfügung stehen, könnten sie sogar jedes Jahr etwas anderen anziehen, verrät Rico Entholzer (14): "Es ist eigentlich immer für jeden die richtige Größe dabei. Mir hat meine Mutter heuer ein neues Untergewand genäht. Meinen Umhang hat sie auch selbst gemacht."
Gleiches trifft auch auf die anderen Stücke zu, so Kaplan Fabian Feuchtinger, der sich auch im Rest des Jahres um die Ministranten kümmert: "Die Gewänder nähen und bessern meistens die Mütter der Kinder aus. Einige machen auch die Kleider anderer Kinder mit."
Mehr zu diesem Thema lesen Sie am 7. Januar in der Passauer Neuen Presse.
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