
Schweigend hält Branko Lustig vor dem Hitler-Geburtshaus inne, das er gestern besuchte. − Fotos: Altmannsberger/Geiring
Schweigend hält Branko Lustig vor dem Hitler-Geburtshaus inne, das er gestern besuchte. − Fotos: Altmannsberger/Geiring
Branko Lustig hat Glück gehabt. Das gibt er freimütig zu, dafür gibt es viele Beispiele in seinem Leben, das für ihn, den Juden aus dem kroatischen Osijek, mit zehn Jahren im Konzentrationslager Auschwitz zu enden scheint. Heute sitzt er hier im "Gugg", 79 Jahre alt, zweifacher Oscarpreisträger, angesehender Produzent in Hollywood, aber auch Zeuge einer Zeit, in der unglaubliche Gräueltaten passierten. Verzeihen könne er das, was ihm angetan worden ist, vergessen allerdings nie.
Es ist ein "schwieriges Erbe", das die Stadt Braunau seit Ende des zweiten Weltkrieges mit sich herum trägt, bewusst hat Andreas Maislinger, Wissenschaftlicher Leiter der "Zeitgeschichte-Tage", es als Thema für die 20. Veranstaltung dieser Art gewählt. Das Interesse, es ist trotz dicht gepacktem Programm enorm, betont Hans Blum vom Verein für Zeitgeschichte, "wir sind mehr als zufrieden mit dem Besuch", bilanziert er am Sonntag. Das Gespräch mit Branko Lustig, es ist Abschluss und Höhepunkt zugleich.

Von seiner Zeit in Ausschwitz erzählt der 79-Jährige sehr offen − das berührt die Menschen, die ins "Gugg" gekommen waren.
Von seiner Zeit in Ausschwitz erzählt der 79-Jährige sehr offen − das berührt die Menschen, die ins "Gugg" gekommen waren.
Kein Platz ist mehr frei im "Gugg", Menschen jeder Generation sind gekommen, Jugendliche, Ehepaare, Senioren. Historikerin Danijela Vrdoljak und Andreas Maislinger, sie sollten das Gespräch eigentlich moderierend begleiten, doch als Branko Lustig zum Mikrophon greift und zu erzählen beginnt, ist das nicht mehr nötig. − daMehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag in Ihrer Passauer Neuen Presse (Pfarrkirchen/Simbach)
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