
Die Entwicklung geht in Richtung "Einzügigkeit". Dies bereitet auch so manchem Marktgemeinderat Sorgen hinsichtlich der Zukunft der Lenberger-Mittelschule. − Foto: Wanninger
Die Entwicklung geht in Richtung "Einzügigkeit". Dies bereitet auch so manchem Marktgemeinderat Sorgen hinsichtlich der Zukunft der Lenberger-Mittelschule. − Foto: Wanninger
"Gibt es eigentlich schon einen Notfallplan?" wollte Josef Lirsch in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung wissen. Seine Frage bezog sich auf die Lenberger-Mittelschule, für welche die Zukunftsprognosen offenbar sehr düster seien, meinte er und verwies dabei auf ein Gespräch mit der Schulleitung. Zwar will niemand den Teufel an die Wand malen und auch nicht von einem möglichen Aus für die Mittelschule sprechen, aber sehr rosig sieht es langfristig gesehen nicht aus.
Bürgermeister Walter Czech meinte denn auch: "Wir sind bei den Klassenzahlen an der untersten Grenze. Das ist ein Problem, das auf uns zukommt." Alles hänge von Kinderzahlen (2011 waren es in Triftern 34 Geburten, 2012 dann 41) und Übertrittsquoten ab. Und umso mehr schmerzt jetzt auch, dass die Nachbargemeinde Wittibreut vor zwei Jahren den Schulverbund Triftern verlassen und sich nach Simbach orientiert hatte.
"Als ich vor zwölf Jahren nach Triftern kam, hatten wir 531 Schüler. Jetzt sind es 316", sagt Rektorin Margot Auer auf Nachfrage der PNP. In der Grundschule (137 Kinder) sind es neun Klassen − je zwei in der ersten, zweiten und dritten Jahrgangsstufe und drei in der vierten. In der Mittelschule (179) hat man acht Klassen. Die fünfte und sechste Jahrgangsstufe ist nur mehr einzügig, die siebte, achte und neunte zweizügig. Dies aber wohl nicht mehr lange. Auer: "Alles geht in Richtung Einzügigkeit." Das bedeutet auch, dass bei zu geringen Schülerzahlen − pädagogisch wären 14 oder 15 Kinder in einer Klasse ja schön und sinnvoll − schnell einmal eine Jahrgangsstufe ganz wegfallen und einen Domino-Effekt auslösen könnte. − redMehr zum Thema lesen Sie am 26. Januar in der PNP (Ausgabe Pfarrkirchen)
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