Nach Schaffung der Stabsstelle Kreisentwicklung beim Landratsamt erfolgte bei der jüngsten Kreistagssitzung der nächste Schritt auf dem Weg der Zusammenführung aller Bestrebungen zur Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung auf eine Stelle. Dazu wurde mehrheitlich die Verschmelzung der XperRegio mit der Stabsstelle am Landratsamt beschlossen.
Widerspruch regte sich aus den Reihen der SPD. Nicht weil man grundsätzlich gegen das Vorhaben ist, vielmehr ging der SPD-Fraktion der Grad der Zusammenarbeit nicht weit genug.
Nach dem vom Kreistag verabschiedeten Fahrplan wird die Geschäftsstelle der XperRegio (ein interkommunaler Verbund zur Förderung innovativer Unternehmen in den Landkreisen Rottal-Inn und Dingolfing-Landau; Mitglieder sind 17 Kommunen aus dem Landkreis Rottal-Inn, vier aus dem Landkreis Dingolfing-Landau, sowie der Landkreis Rottal-Inn) in Arnstorf zum 31. August 2013 aufgelöst. Die Mitarbeiterinnen des Regionalmanagements werden zum 1. September 2013 beim Landkreis Rottal-Inn, Stabsstelle für Kreisentwicklung, weiterbeschäftigt. Bereits ab sofort und bis zum August 2013 soll das XperRegio Regionalmanagement eng mit der Stabsstelle für Kreisentwicklung zusammenarbeiten und Landkreisaufgaben wahrnehmen.
Die XperRegio GmbH als Rechtsform aber bleibt in der jetzigen Form weiterhin bestehen. Außerdem soll es weiter eine LAG XperRegio (Leader Aktionsgruppe) in Form eines Vereins für die vier XperRegio-Gemeinden aus Dingolfing-Landau (wenn gewünscht) geben, die auch offen ist für alle interessierten Gemeinden in Rottal-Inn.
"Wir wollten eine Stelle, jetzt haben wir wieder zwei, wovon eine in Pfarrkirchen tagt, die andere in Arnstorf", kritisierte Kurt Vallée (SPD) das vorgelegte Konzept, dem seine Fraktion so nicht zustimmen könne.
"Die XperRegio ist dann ein Teil des Landkreises, wir haben alles unter einem Dach", meinte dagegen Landrat Michael Fahmüller. Die GmbH werde erhalten, "wenn man sie als Konstrukt braucht". Sie könne kleinere Projekte für die Mitgliedsgemeinden abwickeln, die XperRegio selbst aber sei dann für den ganzen Landkreis tätig. Als weiterer Grund für den Fortbestand einer GmbH wurde auch genannt, dass man Anteile an der Beteiligungsgesellschaft XperCapital erworben hat.
49 Kreisräte stimmten schließlich der Zusammenführung der beiden Stellen in der vorgeschlagenen Form zu, sieben stimmten dagegen. − eckMehr dazu lesen Sie am 15. November im Pfarrkirchner Lokalteil Ihrer Passauer Neuen Presse und im Rottaler Anzeiger.
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