
Vion-Standortleiter Christoph Brunner zeigt die Rinderfüße, die nach Ghana verschickt werden. − Foto: Maier
Vion-Standortleiter Christoph Brunner zeigt die Rinderfüße, die nach Ghana verschickt werden. − Foto: Maier
Was dem Bayern seine Schweinshaxe, ist dem Ghanaer die Rindshaxe. Und die darf gern auch aus dem Rottal kommen. Vom Vion-Schlachthof in der Kreisstadt werden seit September fix und fertig gebrühte Rinderfüße nach Afrika verschickt. Mit dieser speziellen Art der Fleischvermarktung stellt sich der Pfarrkirchner Betrieb unter anderem für die Zukunft auf. Doch Rottaler Rinder haben nicht nur diesen Markt erobert.
"Neue Wege der Vermarktung sind wichtig", weiß Standortleiter Christoph Brunner. "In Italien, dem mit Abstand größten Markt, schwächelt der Absatz", sagt er. Durch die Umstellung vieler Landwirtschaftsbetriebe in der Region auf die Produktion für Biogasanlagen werde es zudem schwieriger, die Schlachtmenge von derzeit knapp 90 000 Rindern pro Jahr auszubauen. Selbst die Flaute in der Autoindustrie bekomme man zu spüren: Denn dadurch geht der Bedarf an Rinderhäuten in der Lederproduktion zurück. Das Kerngeschäft bei Vion, die Schlachtung, leidet darunter.
Auf den Deal mit Ghana ist Christoph Brunner besonders stolz. Der kam durch einen glücklichen Zufall zu Stande. Bei einem Besuch in Niederbayern hatte sich der ghanaische Kronprinz höchst persönlich eher beiläufig erkundigt, ob es denn hierzulande auch Rinderschlachtung und damit die besagten Füße gebe. Nach einem Treffen war der Handel zwischen dem afrikanischen Staat und Pfarrkirchen perfekt. Der Absatz läuft auf einem stabilen Niveau, sagt Brunner. − redMehr zum Thema lesen Sie am 10. November in der PNP (Ausgabe Pfarrkirchen)
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