
Die Tage von Mercedes in Eggenfelden sind gezählt: Das Autohaus Schreiner & Wöllenstein verlagert seinen Betrieb nach Pfarrkirchen. Was auf dem Areal entlang der Öttinger Straße einmal entstehen soll, steht noch offen, sagt die Familie Läng. In deren Besitz befindet sich die Immobilie. − Foto: Schön
Die Tage von Mercedes in Eggenfelden sind gezählt: Das Autohaus Schreiner & Wöllenstein verlagert seinen Betrieb nach Pfarrkirchen. Was auf dem Areal entlang der Öttinger Straße einmal entstehen soll, steht noch offen, sagt die Familie Läng. In deren Besitz befindet sich die Immobilie. − Foto: Schön
Die Nachricht, dass das Mercedes Autohaus Schreiner & Wöllenstein seinen Betrieb nach Pfarrkirchen verlagert, stößt bei Bürgermeister Werner Schießl auf Unverständnis: "Die Entscheidung ist nicht nachvollziehbar." Denn aus unternehmerischer Sicht sieht der Rathauschef in Eggenfelden nach wie vor mehr Potenzial als in der Kreisstadt, "schon alleine auf Grund der Lage entlang der drei Bundesstraßen."
Wie im Wirtschaftsteil unserer Zeitung gemeldet, wird die Landshuter Unternehmensgruppe Anfang Januar 2013 den Mercedes-Benz-Betrieb an der Öttinger Straße auflösen und die Dienstleistungen für die Marken Mercedes-Benz und Fuso − also Service, Beratung und Verkauf − in Pfarrkirchen bündeln. "Dieser Schritt ist schmerzlich, aber aus wirtschaftlichen Gründen alternativlos", sagte geschäftsführender Gesellschafter Stefan Wöllenstein.
"Natürlich sind wir nicht glücklich über diese Entscheidung", betont Schießl. Der Wegzug bedeute einen Verlust für die Stadt − sowohl im Hinblick auf Arbeitsplätze als auch für die Kaufkraft. Dass das Grundstück inmitten der Stadt für den Bereich Lkw nicht optimal sei, sieht Schießl auch. Daher sei eine Auslagerung des Betriebs in den vergangenen Jahren immer wieder Thema gewesen. Dazu seien viele Gespräche geführt worden, bei denen passende Grundstücke ins Spiel gebracht worden seien.
Aus unternehmerischer Sicht könne er die Entscheidung von Schreiner & Wöllenstein jedoch nicht nachvollziehen. Als Konsequenz erwartet er nun eine Kompensation. "Andere hiesige Autohändler der Marken BMW und Audi werden davon profitieren." Daher habe er in einem Gespräch auch Stefan Wöllenstein den Vorschlag gemacht, dass wenigstens der Verkauf und eine kleine Werkstätte in Eggenfelden bleiben sollten. − msMehr zu diesem Thema im Rottaler Anzeiger vom 14. November.
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