
Vier alte Autoreifen und mit Blech beschlagenes Holz hat jemand im Wald von Karl Asbeck weggeworfen. Nun muss sich der 63-Jährige um die Entsorgung kümmern. − Foto: Schön
Vier alte Autoreifen und mit Blech beschlagenes Holz hat jemand im Wald von Karl Asbeck weggeworfen. Nun muss sich der 63-Jährige um die Entsorgung kümmern. − Foto: Schön
Bild herunterladenKarl Asbeck reicht es, dass sein Wald ständig als Müllhalde missbraucht wird. Diesesmal sind es vier alte Autoreifen, die jemand auf seinem Grund entlang der Kreisstraße PAN 37, zwischen Pledorf und Pitzing, entsorgt hat. "Und da drüben liegen alte Polsterkissen", sagt der 63-Jährige und zeigt auf ein Waldstück auf der anderen Straßenseite. Weil er sich nicht mehr anders zu helfen wusste, hat er nun Schilder aufgestellt, die die Müllsünder abschrecken sollen. "Unrat abladen verboten!!! Zuwiderhandlungen werden angezeigt!"
Karl Asbeck ist kein Einzelfall. "Es gibt bestimmte Waldstücke, die immer wieder als Müllkippe missbraucht werden", sagt Jakob Merk, Geschäftsführer der Waldbauernvereinigung (WBV) Eggenfelden-Arnstorf. Vor allem Waldstücke entlang der Bundes- und Kreisstraßen seien davon betroffen. Warum gerade diese Stellen so beliebt sind, weiß Andreas Scheßl, Geschäftsführer der WBV Gangkofen. "Das hat logistische Gründe, da diese Plätze mit dem Auto gut anfahrbar sind." Entsorgt werde Müll jeglicher Art. "Sogar Sachen, die man eigentlich kostenlos beim Wertstoffhof abgeben kann."
Die vermeintlich "billige" Entsorgung kann ganz schon teuer werden, wie der Blick in den Bußgeldkatalog "Umweltschutz" zeigt. "Bei einer Menge bis zu fünf Reifen liegt das Bußgeld zwischen 110 bis 330 Euro", sagt Sylvia Dötter vom Landratsamt. − msMehr zu diesem Thema im Rottaler Anzeiger vom 28. Januar.
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