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Zwiesel  |  08.02.2012  |  17:50 Uhr

Behördenverlagerung: Stärkung des ländlichen Raums oder Mogelpackung?

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Die Finanzkassen des östlichen Niederbayerns, die Kassen der Finanzämter Deggendorf, Grafenau, Passau, Straubing und Zwiesel, werden in Zwiesel zentralisiert. Wo die zusätzlichen Mitarbeiter untergebracht werden, ist noch nicht klar.  − Foto: Hackl

Die Finanzkassen des östlichen Niederbayerns, die Kassen der Finanzämter Deggendorf, Grafenau, Passau, Straubing und Zwiesel, werden in Zwiesel zentralisiert. Wo die zusätzlichen Mitarbeiter untergebracht werden, ist noch nicht klar.  − Foto: Hackl

Die Finanzkassen des östlichen Niederbayerns, die Kassen der Finanzämter Deggendorf, Grafenau, Passau, Straubing und Zwiesel, werden in Zwiesel zentralisiert. Wo die zusätzlichen Mitarbeiter untergebracht werden, ist noch nicht klar.  − Foto: Hackl

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"Stärkung des ländlichen Raums" − das ist ein Slogan aus dem Sprachgebrauch der Politiker. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) verkündete die frohe Botschaft zur Stärkung des ländlichen Raums mittels einer Behördenverlagerung bei seinem Besuch in der Glasstadt im November letzten Jahres. Der Minister ging von 30 zusätzlichen Planstellen für das Finanzamt Zwiesel aus. MdL Alexander Muthmann (Freie Wähler) vermutet allerdings hinter diesem Versprechen nur ein Lippenbekenntnis. Der Bayerwald-Bote fragte nach.

Fakt ist: Zwiesel steht im Rahmen der Kassenzentralisierung als zweiter niederbayerischer Standort (nach Eggenfelden) fest. Bislang gibt es aber außer dieser Standortentscheidung noch kaum Informationen über die personelle, organisatorische und technische Umsetzung. Auch die räumliche Unterbringung in Zwiesel ist noch nicht geklärt. "Die Umsetzung wird stufenweise realisiert. Zuerst müssen die räumlichen und technischen Voraussetzungen geschaffen werden", erklärt Tom Neumann von der Pressestelle des Bayerischen Finanzministeriums. "Die zentrale Kasse in Zwiesel wird voraussichtlich 35 (Vollzeit-) Arbeitsplätze umfassen. Das bedeutet einen Arbeitsplatzgewinn von 30 Stellen", versichert Neumann.

Ob Zwiesel letztendlich von der Kassenzentralisierung profitiert, das bezweifelt MdL Alexander Muthmann (Freie Wähler). Er geht von einer Verlagerung nicht vor dem Jahr 2014 aus. Zu diesem Zeitpunkt gibt es auch eine Veränderung in der Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer. Nicht mehr das Land, sondern der Bund ist dann zuständig. "Die bisher in Zwiesel vorhandene Kraftfahrzeugsteuerstelle des Finanzamtes wird dann wahrscheinlich aufgelöst", so Muthmann. Er befürchtet, dass die Beschäftigten der Kfz-Steuerstelle dann in die Finanzkasse übergehen und so effektiv keine zusätzlichen Stellen in Zwiesel geschaffen werden, sondern lediglich der Status Quo gehalten werde.

Mehr dazu lesen Sie im Bayerwald-Boten.












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Copyright © Passauer Neue Presse 2012
Dokument erstellt am 2012-02-08 17:51:50






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