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Viechtach  |  07.03.2013  |  08:24 Uhr

Fall Wölfl: Geschäftsmann überreichte 50.000 Euro in bar

von Andreas Geroldinger

Lesenswert (24) Lesenswert 19 KommentareKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Keiner Schuld bewusst: Geschäftsmann Wolfgang Leese und sein Anwalt Alois Schröder.  − Foto: Geroldin ger

Keiner Schuld bewusst: Geschäftsmann Wolfgang Leese und sein Anwalt Alois Schröder.  − Foto: Geroldin ger

Keiner Schuld bewusst: Geschäftsmann Wolfgang Leese und sein Anwalt Alois Schröder.  − Foto: Geroldin ger


Er hat dem verstorbenen Regener Landrat Heinz Wölfl (CSU) − dieser hat sich im August 2011 das Leben genommen − Geld geliehen, deshalb musste sich Wolfgang Leese (66), ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, am Mittwoch vor dem Amtsgericht Viechtach verantworten − wegen Vorteilsgewährung. Das Verfahren wurde gegen eine Zahlung von 35.000 Euro an gemeinnützige Organisationen eingestellt. Nun will der Geschäftsmann Dienstaufsichtsbeschwerde gegen mehrere beteiligte staatliche Stellen einreichen.

Leese ist einer von fünf beschuldigten Unternehmern aus der Region Regen, die Wölfl nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Deggendorf Geld gegeben haben. Weil die Initiative für die Zahlungen den Ermittlungen zufolge von Wölfl ausgegangen war, hatte die die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten im November 2012 angeboten, das Verfahren gegen eine Geldauflage einzustellen. Vier Geschäftsmänner ließen sich auf den Deal ein, Wolfgang Leese stimmte der Zahlung nicht zu. Es folgte ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft; auch dagegen hat der Geschäftsmann Einspruch eingelegt. Nun musste er sich vor Gericht verantworten.

Den Vorwurf der Staatsanwaltschaft − er hätte Landrat Wölfl 50.000 Euro (die in Wölfls Dienstzimmer in bar überreicht wurden) geliehen, um bei einer Baugenehmigung bevorzugt zu werden − wollte Leese nicht auf sich sitzen lassen. Er sei sich keiner Schuld bewusst, betonte der 66-Jährige vor Gericht. Im Zuge der Baumaßnahmen − die Baugenehmigung war im März 2009 erteilt worden − habe er kein einziges Mal mit Landrat Heinz Wölfl gesprochen.

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag, 7. März in der PNP.












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Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2013
Dokument erstellt am 2013-03-06 18:23:30
Letzte Änderung am 2013-03-07 16:22:06





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