
Die Roman-Auswahl ist riesig in der Regener Stadtbücherei, aber auf Bestseller musste man oft lange warten. Die Büchereileiterin will jetzt mit kürzeren Ausleihfristen gegensteuern. Und so auch die Ausleihzahlen wieder in die Höhe bringen. − Foto: Fuchs
Die Roman-Auswahl ist riesig in der Regener Stadtbücherei, aber auf Bestseller musste man oft lange warten. Die Büchereileiterin will jetzt mit kürzeren Ausleihfristen gegensteuern. Und so auch die Ausleihzahlen wieder in die Höhe bringen. − Foto: Fuchs
Seit einem Jahr arbeitet die Regener Stadtbücherei mit einer neuen Gebührenstruktur. Die einzelne Ausleihe wird nicht mehr berechnet, statt dessen zahlen alle Nutzer eine Jahresgebühr. Die Umstellung war nicht ohne Bedenken erfolgt: Die Viel-Ausleiher freuen sich und sparen, die Gelegenheits-Nutzer bleiben weg, so lautete die Befürchtung. Nach einem Jahr hat Bücherei-Leiterin Dr. Marianne Hagengruber Bilanz gezogen. Und festgestellt: Die Einnahmen der Bücherei sind in Vergleich zu den Vorjahren nahezu unverändert geblieben, die Ausleihzahlen aber deutlich gesunken.
5125 Euro sind 2012 in die Bücherei-Kassen geflossen. Im Jahr zuvor waren es 5233 Euro gewesen. Dabei hatte Hagengruber einen geringen Rückgang ohnehin erwartet, weil seit 2012 keine Gebühren mehr für die Internet-Nutzung in der Bücherei erhoben werden. Dieser Service lockt vor allem Urlaubsgäste in die Bücherei.
4255 Euro kamen aus dem Verkauf der Jahreskarten herein. Zurückgegangen sind die Einnahmen aus Mahngebühren, nach 600 Euro im Jahr 2011 waren es im vergangenen Jahr nur mehr 340 Euro. Geld erwirtschaftet hat die Bücherei auch mit dem laufenden Umbau des Bestandes. Vor allem Musik-CDs und Sachbücher wurden immer wieder im Rahmen von "Flohmärkten" verkauft, diese Medien werden kaum mehr ausgeliehen. "Wir behalten nur noch ausgefallene CDs, einen Grundstock an Nachschlagewerken", sagt Marianne Hagengruber, "ebenso Biografien und lebenskundliche Ratgeber, die sind sehr gefragt". Auch leicht ramponierte Romane und Kinderbücher wurden ausgemustert. 650 Euro hat das eingebracht, 1170 Medien wurden im vergangenen Jahr aus dem Inventar gelöscht.
Warum bei den Ausleihzahlen die Bücherei im Jahr 2012 mit 27 704 Medien bei weitem nicht an das Vorjahr (33 875) herankommt? Diese Frage muss offen bleiben. − jf
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