
Sie genossen am Sonntagnachmittag das perfekte Eis auf dem Regener Stausee: Sepp Hartl aus Kirchberg mit seinen Enkeln Elena und Raphael. − Foto: Fuchs
Sie genossen am Sonntagnachmittag das perfekte Eis auf dem Regener Stausee: Sepp Hartl aus Kirchberg mit seinen Enkeln Elena und Raphael. − Foto: Fuchs
Bild herunterladenDer Regener Stausee als (fast) perfektes Eis-Freizeitgelände − dafür hat in den letzten Tagen der strenge Frost gesorgt. Bis Ende Januar war der Stausee völlig eisfrei, dann ließ scharfer Frost binnen weniger Tage eine solide Eisdecke wachsen. Eine Eisdecke, die über hunderte von Metern hinweg makellos und durchsichtig wie Glas ist. "Ist schon unheimlich, wenn man sieht, wie sich direkt unter einem die Wasserpflanzen bewegen", meint Sepp Hartl. Der Kirchberg hat sich am Sonntagmittag mit seinen Schlittschuhen von der Heubrücke aus aufs Eis vorgetastet, ein gewisser Respekt ist ihm anzumerken. Seine Enkel Raphael und Elena sind da sorgloser, sie sprinten gleich dem knallgelben Puck hinterher. Drei Mädchen gleiten auf Schlittschuhen gebückt unter der Brücke durch. "Und?" fragen sie gespannt, als sie Andreas Kuchler-König erspähen. Der hat noch die Bohrmaschine in der Hand, gerade hat er in der kritischen Zone die Eisdicke gemessen. Und der Wasserwacht-Mann kann ganz gelassen antworten. "Zwölf Zentimeter", sagt er. Und das im Bereich, wo das gesamte Regen-Wasser auf engem Raum unter der Brücke hindurchdrängt. Damit ist klar: Der See trägt. Noch am Freitag hatten die Wasserwachtler dem Bereich der Strömungsrinne nicht recht getraut. "Und ich hätte nicht gedacht, dass hier das Eis so schnell wächst", meint Kuchler-König.
Schlittschuhläufer, Spaziergänger mit ihren Hunden, Eisstockschützen, Eishockey-Partien − sie alle hatten gestern reichlich Spielraum auf der gigantischen Eisfläche. Deshalb ist auch Sepp Hartl mit seinen Enkelkindern hergefahren: Auf dem Kirchberger Eisweiher wird es halt doch schnell eng. Vielleicht hätte der sonnige Sonntag dem Staussee noch mehr Publikum beschert, wenn nicht ein Wermutstropfen das Eis-Vergnügen getrübt hätte: Der eisige Wind, der bei minus zehn Grad Celsius über die spiegelglatte Fläche wehte. − jf
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