von Isabel Metzger
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Peter Erl greift Staatsanwältin Kunigunde Schwaiberger an. | Fotos: Birgmann/PNP
Peter Erl greift Staatsanwältin Kunigunde Schwaiberger an. - Fotos: Birgmann/PNP
Der stellvertretende Deggendorfer Landrat Peter Erl (CSU) empört sich über die Ermittler im Fall Wölfl. "Die Staatsanwaltschaft hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht", sagte er am Freitag der PNP. Er übte erneut heftige Kritik an der Großrazzia vom Mittwoch und fordert deshalb ein Einschreiten der bayerischen Justizministerin Beate Merk (CSU).
Polizisten durchsuchten insgesamt 34 Objekte in Stadt und Landkreis Regen, den Landkreisen Deggendorf und Freyung-Grafenau sowie ein Privathaus in Duisburg. Auch das Regener Landratsamt wurde durchsucht. 18 Personen stehen unter Verdacht, den ehemaligen Regener Landrat Heinz Wölfl bestochen zu haben. Der CSU-Politiker hatte sich im August 2011 das Leben genommen. Anschließend kam heraus, dass er sich bei etwa 60 Menschen Geld geliehen hatte, um seine Spielschulden − nach PNP-Informationen über eine Million Euro − zumindest teilweise begleichen zu können.
Auch Peter Erl im Visier der Fahnder
Auch die Geschäftsräume und das Privathaus von Peter Erl − er leitet sein Bauunternehmen in Osterhofen − waren am Mittwoch im Visier der Ermittler. "Bevor die in meine Räume eindringen, haben sie die Verpflichtung, im Landratsamt Regen nachzuschauen", kritisierte Erl. Hätten die Ermittler dies getan, "hätten sie festgestellt, dass da nichts ist", erklärte Erl und versicherte: "Ich habe nichts verbrochen."
Einen Tag nach Wölfls Beerdigung habe er die Deggendorfer Leitende Oberstaatsanwältin Kunigunde Schwaiberger darüber informiert, dass er Wölfl Geld geliehen hatte. "Ich habe das ohne Hintergedanken getan", betonte Erl. Er habe lediglich einem finanziell in die Bredouille geratenen Parteifreund helfen wollen.
Erl attackierte nun Schwaiberger: "Hier sollte schon mal Frau Ministerin Merk bei der Staatsanwaltschaft in Deggendorf nachschauen, wie sorgfältig gearbeitet wird, denn irgendjemand hat da einen Riesenfehler gemacht und deshalb musste ich mir gefallen lassen, dass in meinem intimsten Bereich in meiner Privatwohnung bis ins Nachtkastl rumgeschnüffelt wurde." Grundlos, wie der Unternehmer beteuerte. Denn er habe noch nie geschäftliche Beziehungen mit dem Landkreis Regen gehabt. Womöglich sei er mit einem anderen Unternehmer gleichen Namens verwechselt worden.
Erl hat inzwischen einen Anwalt eingeschaltet: "Ich habe eine ziemliche Wut auf den Staat, dessen Diener, Richter und Staatsanwälte."
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