
Die denkmalgeschützte Fassade des Bodenmaiser Pfarrhofs wird bald ein anderes Gesicht bekommen. Die Fensterrahmen sollen weiß werden, die Fensterläden werden verschwinden. Für die Wandfarbe hat Planer Koller dem Landesdenkmalamt verschiedene Vorschläge eingereicht. − Foto: Fuchs
Die denkmalgeschützte Fassade des Bodenmaiser Pfarrhofs wird bald ein anderes Gesicht bekommen. Die Fensterrahmen sollen weiß werden, die Fensterläden werden verschwinden. Für die Wandfarbe hat Planer Koller dem Landesdenkmalamt verschiedene Vorschläge eingereicht. − Foto: Fuchs
Bild herunterladenSeit Mitte Januar läuft die Sanierung: Der Bodenmaiser Pfarrhof wird für voraussichtlich fünf Monate zur Baustelle. Pfarrer Alexander Kohl wohnt derweil in einer Mietwohnung am Marktplatz, das Pfarrbüro wurde ins Pfarrzentrum ausgelagert.
Vor 31 Jahren ist das markante Walmdach-Gebäude am Marktplatz zuletzt hergerichtet worden. Es ist also höchste Zeit für eine grundlegende Sanierung, das war schon Kohls Amtsvorgänger Josef Schmaderer klar. Michael Koller, Architekt in Deggendorf und Mitglied des Kirchenvorstands, der die Arbeiten geplant hat, verdeutlicht das am Beispiel der Fenster. Die sind mittlerweile völlig undicht, die Denkmalschützer haben dem Einbau von modernen Isolierglasfenster zugestimmt. "Mit etwas leichteren Sprossen und weißen Rahmen statt der bisherigen dunklen", ergänzt Kohl.
Der Planer kann noch reichlich Mängel aufzählen, die alle in Angriff genommen werden. Das Gebäude stammt im vorderen Teil aus dem Jahr 1831 und ist nicht unterkellert. Deshalb sind hier die Heizleitungen in feuchtem Boden verlegt. Hier sieht Koller ebenso große Korrosionsgefahrt wie bei den verzinkten Wasserleitungen. Die Heizkörper sind noch brauchbar, die Wärmequelle nicht. Im Keller des hinteren Gebäudeteils, 1981 angebaut, steht noch die 30 Jahre alte Ölheizung − jetzt wird auf Gas umgestellt. "Auf Vordermann gebracht wird auch die Isolierung im Dachboden. Und die Fassade zeigt deutliche Spuren der Verwitterung: Risse vom Frost, große Abplatzungen am Sockel. Die Gesamtkosten werden wohl rund 300 000 Euro betragen." − jf
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