
Die Vertreter der Kreis-VHS mit Landrat Ludwig Lankl und Bürgermeister Max Niedermeier diskutierten mit den Bildungsvertretern aus fünf weiteren Ländern Europas über die Möglichkeit, durch "Team-Coaching" mehr Jugendliche in den ersten Arbeitsmarkt zu hieven. − Foto: Haydn
Die Vertreter der Kreis-VHS mit Landrat Ludwig Lankl und Bürgermeister Max Niedermeier diskutierten mit den Bildungsvertretern aus fünf weiteren Ländern Europas über die Möglichkeit, durch "Team-Coaching" mehr Jugendliche in den ersten Arbeitsmarkt zu hieven. − Foto: Haydn
Gerade ging und geht es durch die Medien: Die Jugend Europas braucht bevorzugt Perspektiven am Arbeitsmarkt. Eine "Vier-Monats-Garantie" zur Vermittlung ist im Gespräch. Einen eigenen Beitrag wollen die verschiedenen Bildungsinstitutionen in der Art der Volkshochschulen anbieten. Das Motto heißt "Team-Coaching" und wurde zu seiner Umsetzbarkeit vergangenen Freitag und Samstag in der Geschäftsstelle der VHS FRG in Grafenau international diskutiert.
Vertreter von schulischen Instituten zum beruflichen Weiterkommen kamen dazu aus Österreich, Spanien, Italien, Irland und Polen. Teils gibt es hier bereits Erfahrungen mit einem auf Jugend zugeschnittenen Engagement am Arbeitsmarkt, teilweise haben gerade die südlichen Länder große Probleme mit steigenden Arbeitslosenzahlen bei Berufseinsteigern. Die vorgeschlagene Methode des "Team Coaching" soll dagegen wirksam angesetzt werden, wo nicht nur Fachkompetenzen nötig sind, um mit Schlüsselqualifikationen die Türe zum ersten Arbeitsmarkt aufzusperren, sondern auch soziale Kompetenzen in einem Team. Zur Hälfte werden in solchen Bildungspaketen also praktische Inhalte vermittelt, die von Buchführung bis Rhetorik reichen können. Zur anderen Hälfte geht es aber um Merkmale für Teamfähigkeit wie "gewaltfreie Kommunikation", Persönlichkeitstraining oder Zeitmanagement. Dazu arbeiten die Teilnehmer in einer Art fiktivem Unternehmen, wo sie selbst die Aufgaben von Leitern und Mitgliedern rotierend besetzen.
Um auch einen Kontakt zu Strukturen und Entscheidungsträgern vor Ort zu kommen, wurden die Teilnehmer des "Leonardo-Projekts" auch von Bürgermeister Max Niedermeier und Landrat Ludwig Lankl besucht, die aus ihrem Blickwinkel aktuellen Stand und Entwicklungschancen in der Region beleuchteten. So sprach Lankl über die Erwartungen an FH-Anwenderzentren oder auch die Donau-Moldau-Region. − hpd
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