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Grafenau  |  12.02.2012  |  15:00 Uhr

In den (Un)-Ruhestand verabschiedet

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Rektor Günther Schwarzbauer (l.) verabschiedete Josef Schönberger mit einem Teil seiner schulischen Anfänge, einer druckfrischen Festschrift des Leopoldinum in Passau.  − Foto: Haydn

Rektor Günther Schwarzbauer (l.) verabschiedete Josef Schönberger mit einem Teil seiner schulischen Anfänge, einer druckfrischen Festschrift des Leopoldinum in Passau.  − Foto: Haydn

Rektor Günther Schwarzbauer (l.) verabschiedete Josef Schönberger mit einem Teil seiner schulischen Anfänge, einer druckfrischen Festschrift des Leopoldinum in Passau.  − Foto: Haydn


Personalrat Robert Helm konnte sich das Loriot-Zitat nicht verkneifen: "Was machst du denn hier?" "Ich wohne hier!" "Aber nicht um diese Zeit!" Es beschreibt den frischen Ruheständler zu Hause. Allerdings traf es Josef Schönberger nicht ganz. Denn er ist es ja, der nun erst einmal auf seine Frau Edeltraut warten muss. Die ist ja noch im Grundschul-Lehramt. Und größere Mengen Senfgläser wird er auch kaum kaufen müssen, um seinen Tag zu füllen. Er hat noch genug vor (sich). Am Freitag wurde der Realschulkonrektor nach 37 und einem halben Jahr verabschiedet.

 Rektor Günther Schwarzbauer bescheinigte ihm, dass er auch in der Zeit, in der sich Schönberger berechtigt auf den Abschied habe freuen dürfen, er dennoch für Schule und Schüler da war, als gelte es, noch lange zu bleiben. 1950 in Klingenbrunn geboren führte ihn die Laufbahn über Volksschule und Leopoldinum in Passau samt Seminarzeit und anschließendem Studium an der TU München zum Fach Mathematik und Physik und nach ersten Lehrstationen 1974 in die damalige Kooperative Gesamtschule nach Grafenau. Die verschiedenen Redner des Festaktes beschrieben ihn als "Lehrer vom alten Schlag" und modernen Schul-Weiterentwickler gleichermaßen. Und zwar jeweils im besten Sinne. Streng, akribisch, respektiert und zuverlässig; den Schülern und Eltern immer ein menschlicher Partner, der forderte, aber nicht hängen ließ. In einer sehr amüsanten Art beschrieben ihn die Schüler Simon Eichinger, Julian Beer und Johannes Holler als Engerl und Teufelchen mit den zwei Seiten, wie Schüler bisweilen ihre Lehrer sehen. Weh und Wohl liegen da manchmal nah zusammen. Aber es ist die Bestnote, wenn man als Summe der pädagogischen Gleichung erntet, dass man vor keinem Test Angst haben muss, und als ehemaliger Schüler, wie Elternbeirat Harald Eichinger, dass aus einem selbst und den Schulfreunden so auch etwas Anständiges geworden ist. Er erinnerte aus den Fachgebieten Schönbergers die Vehemenz, die er auf korrekte Benennungen wie mit km/h legte; und indirekt so auch, dass es auch in der Schule einen Weg und eine Zeit braucht, um vorwärts zu kommen. Schönberger war da sicherlich auch als Motor beteiligt. Allerdings − die Eins mit Stern packten wiederum die Schüler augenzwinkernd aus: "Schade, dass Sie nun die Schule schwänzen!" − hpd












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Dokument erstellt am 2012-02-12 11:21:42






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