
Im Jahr 2011 spielten die Räte noch eine tragende Rolle bei der Übergabe des Ortes an die Panduren. Warum das heuer nicht mehr so sein soll, ließ der Bürgermeister unbeantwortet. 2012 soll es wieder das Lager am Samstag geben. Was dann kommt, ist noch offen. − Foto: Haydn
Im Jahr 2011 spielten die Räte noch eine tragende Rolle bei der Übergabe des Ortes an die Panduren. Warum das heuer nicht mehr so sein soll, ließ der Bürgermeister unbeantwortet. 2012 soll es wieder das Lager am Samstag geben. Was dann kommt, ist noch offen. − Foto: Haydn
Mithelfen will jeder, selbst organisieren aber niemand. Das Pandurenfest bedeutet einfach auch viel Arbeit und zudem ein hohes finanzielles Risiko in der Form, wie es zu seinen besten Zeiten mal war. Dorthin käme der Rat gerne zurück. Für heuer soll es aber immerhin wieder ein Samstag sein, an dem die Panduren den Ort überfallen.
Die Frage stellt sich nun schon einige Jahre: Ob und wie des traditionsreiche Pandurenfest stattfinden soll. Da aber die aktuellen Tourismusprospekte damit schon in Werbung gegangen sind, will man sich auch heuer nicht davon verabschieden. Der große Aufwand von früher mit Pandurenlager und Pandurenfest ist aber aus Kostengründen und wegen des organisatorischen Aufwands wieder in weiter Ferne. Bürgermeister Josef Luksch hatte versucht, die Arbeit auf andere Schultern zu verteilen, nachdem der frühere "kommunale" Organisator Alfred Resch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Aber auch heuer wird sich das Bild voraussichtlich nicht verändern. Die Gemeinschaft der Vereine signalisierte zwar, dass es wieder Hilfe gebe, die von Bewirtung und Aufbau bis Darstellung reichen kann. Aber selbst die Leitung übernehmen wollte niemand. Luksch bot an, dann wenigstens das Samstagsprogramm zusammen mit Verkehrsamtsleiterin Theresa Resch stemmen zu wollen. Allerdings merkte Elke Proßer-Greß an, dass die erst einmal gefragt werden müsste, nachdem sie eigentlich dazu abgewunken hätte.
Erhard Wawrzek meinte, er halte das Fest nur für zukunftsträchtig, wenn sich wieder Organisatoren fänden, die dann auch wieder ein Straßenfest daraus machen. Hans Damböck empfahl: Heuer nur der Samstag, dann wieder neu anpacken. Ernst Ertl brachte die Anregung, vielleicht einen dreijährigen Rhythmus anzupeilen, damit ein großes Fest wieder stemmbar würde.
Für etwas Verwunderung im Gremium sorgte die Anmerkung von Josef Luksch, die Spielszene solle heuer nicht mehr von Räten dargestellt werden. Gespräche seien dazu bereits geführt worden. "Warum nicht?" Das fragten sich beispielsweise Karlheinz Roth und Elke Proßer-Greß, die die Meinung vertraten, die gezeigte Leistung hätte durchaus Anklang beim Publikum gefunden. Dazu äußerte sich Josef Luksch jedoch nicht genauer. Die Abstimmung erging dann bei einer Gegenstimme von Kurt Zettl dahingehend, dass der Samstag in dieser Konstellation für heuer zu einem wieder kleinen Pandurenfest führen solle. hpd
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