Zwei Themen zur Sparkasse bestimmten die Gemeinderatssitzung von Innernzell: Der Abzug des Geldautomaten und das Angebot zur Bürgerstiftung.
Kritisch gesehen wurde auch das Angebot, eine Bürgerstiftung Innernzell mit 5000 Euro jeweils von Sparkasse und Kommune zu beginnen. Josef Kern meinte dazu, in einer PV-Anlage auf einem Dach wäre das Kapital wohl Gewinn bringender angelegt. Verwundert zeigte er sich auch darüber, dass es erst hieß, nur acht Gemeinden kämen in den Genuss der Sparkassenbeteiligung, dann wäre man als neunte auch noch willkommen gewesen und jetzt dürfe wohl ohnehin jeder kommen und in Anspruch nehmen. In Innernzell wären wohl realistisch gesehen wenige Zustifter zu erwarten. Eher ging Geld dann wohl ohnehin an andere Organisationen. Das eigene Geld bleibe dann aber "totes Kapital". Denn bei Zinserträgen nach Marktlage und abzüglich etwa eines halben Prozentes für die Verwaltung bliebe vom Stammkapital praktisch kein Ertrag übrig, der den Aufwand eines eigenen Stiftungsrates noch rechtfertigen würde. Und selbst wenn wirklich Geld in die Stiftung einliefe: Das wäre für soziale Zwecke ohnehin nie greifbar, sondern immer nur die Zinserträge. Selbst eine Auflösung der Stiftung erschien nach Vertragswerk als fast unmöglich. Michael Saugspier sagte, er werde das Gefühl nicht los, dass es dabei nur um eine Generierung von Kapital für die Sparkasse selbst gehe. Franz Xaver Herz meinte, da es ja nun wohl auch keine zeitliche Begrenzung des Angebots gebe, verbaue man sich mit Abwarten wohl auch nichts. Zudem könne man ja auch bei anderen Instituten anfragen, wie es dort mit solchen Angeboten aussehe. Einstimmig lehnte der Rat den Antrag auf Beitritt ind die Stiftergemeinschaft ab. − hpd
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