
Sein Debüt als neuer Kämmerer an der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg gab Martin Pichler (rechts neben Bürgermeister Karl Reith) bei der Jahresschlusssitzung des Eppenschlager Gemeinderats. − Foto: Slesiona
Sein Debüt als neuer Kämmerer an der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg gab Martin Pichler (rechts neben Bürgermeister Karl Reith) bei der Jahresschlusssitzung des Eppenschlager Gemeinderats. − Foto: Slesiona
Bild herunterladenDie letzte Gemeinderatssitzung im zu Ende gehenden Jahr nutzte Bürgermeister Karl Reith zu einem Rückblick auf 2011, ein für die Gemeinde besonders erfolgreiches Jahr, so Reith. "Wir haben gesät, aber wir haben auch geerntet." So seien Kanal- und Straßenbauten für Hungerberg, Hohenthan und Kleinfürstberg mit 1,2 Millionen Euro vergeben und abgewickelt worden - die bislang kostenträchtigste Baumaßnahme und Investition in der Geschichte der Gemeinde.
Dieses Mammut-Projekt habe gleichzeitig die Schlussphase der Rest-Kanalisation im Gemeindegebiet eingeläutet, die bis Ende 2014 abgeschlossen sein wird. Dafür sei in diesen Tagen der 70-prozentige Förderbescheid über 1,323 Millionen Euro zuwendungsfähiger Kosten eingetroffen. Dadurch könne die Gemeinde schon im kommenden Jahr mit der Rückerstattung des vorfinanzierten Darlehens für die Baumaßnahmen 2011 rechnen. Auch für die Nachrüstung privater Kleinkläranlagen, die an das Kanalnetz nicht angeschlossen werden, seien zusätzlich 23 000 Fördermittel noch für dieses Jahr bewilligt worden, freute sich Reith.
Besonders erfreut aber zeigte sich der Bürgermeister über zwei Dorfwettbewerbe, für die Eppenschlag 2011 Auszeichnungen erhalten habe, so für den Kreissieg "Grüne Erlebnis(t)räume" und die Silbermedaille bei "Unser Dorf hat Zukunft". Doch solche Erfolge kämen nicht von ungefähr. Die sachliche Zusammenarbeit im Gemeinderat, die Mitarbeit der Vereine und das Engagement der Bürger seien Voraussetzung dafür. Besonderes Lob zollte er den großen sportlichen Erfolgen des WSV Eppenschlag. Mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung freute sich Reith über 10 Geburten in diesem Jahr (Bundesdurchschnitt 8,3) und die mit knapp über 1000 konstant gebliebene Einwohnerzahl der Gemeinde.
Trotz erheblicher Investitionen habe sich das Jahr 2011 finanziell äußerst positiv entwickelt, worüber der neue Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg, Martin Pichler, einen detaillierten Überblick gab. So habe sich bei der Gewerbesteuer ein Plus von 46 000 Euro ergeben, beim Gemeindeanteil der Einkommenstreuer von 11 000 Euro. Durch diese Mehreinnahmen erreiche die Gemeinde nunmehr knapp die Mindestzuführung zum Vermögenshaushalt. Das zum Jahresende noch vorhandene Defizit im Vermögenshaushalt auszugleichen sei eine Darlehensaufnahme von 140 000 Euro erforderlich, wobei man die für 2011 insgesamt geplante Darlehensaufnahme von 529 000 Euro um immerhin 154 000 Euro unterschreite.
Die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2010 hatte Gemeinderat Michael Perl zusammen mit den Gemeinderäten Karl Baumann und Christian Süß vorgenommen. Vereinzelte und geringfügige Abweichungen in den Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushalts seien jeweils entsprechend begründet, so Perl. Mit lediglich 634 Euro seien auch Außenstände kaum zu monieren. Keinerlei Beanstandungen hätten sich beim Vermögenshaushalt ergeben. Alle Buchungen seien ausreichend belegt, der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit beachtet. Einstimmig stellte der Gemeinderat die Jahresrechnung 2010 im Verwaltungshaushalt mit 1 099 031 Euro in Einnahmen und Ausgaben fest, im Vermögenshaushalt mit Einnahmen von 580 218 Euro und Ausgaben von 585 109 Euro.
Abschließend informierte Reith über Konsequenzen aus der Trennung der Volksschule Schönberg in eine Grund- und Mittelschule. Dadurch splitte sich auch der bisherige Schulverband in einen Grundschul- und Mittelschulverband. Letzterer übernimmt den Schulaufwand auch für den Grundschulverband. Eppenschlags Vertreter in den Schulverbandsversammlungen beider Gremien ist Bürgermeister Karl Reith, stellvertretend 2. Bürgermeister Michael Binder. − sle
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