• regioevent.de
  • heimatsport.de
  • am-sonntag.de


pnp.de 3.09.2015

Nutzer:  Passwort:   Login





Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Perlesreut  |  03.02.2013  |  10:30 Uhr

Perlesreut statt Havanna: Zigarren aus dem Bayerwald

von Stefanie Heindl

Lesenswert (13) Lesenswert 2 KommentareKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken merken merken






Katharina Saliger ummantelt die Zigarrenpuppe mit einem Deckblatt.  − Fotos: Heindl

Katharina Saliger ummantelt die Zigarrenpuppe mit einem Deckblatt.  − Fotos: Heindl

Katharina Saliger ummantelt die Zigarrenpuppe mit einem Deckblatt.  − Fotos: Heindl


Zwischen den hölzernen Arbeitstischen riecht es würzig nach Tabak. "Vater" Wolf, der Firmengründer, lächelt zufrieden von seinem Wandporträt aus in die Runde und beobachtet die Mitarbeiterinnen beim Rollen, Pressen und Verpacken. Ringsum füllen sich die schweren Buchenfassungen mit Zigarren. Seit 1909, als Wolf die Zigarrenmanufaktur ins Leben gerufen hat, hat sich an der Herstellung der bayerischen Zigarre nicht viel geändert. Bei "Wolf & Ruhland" in Perlesreut (Landkreis Freyung-Grafenau) werden alle in altbewährter Manier von Hand gefertigt. Die wenigen Gerätschaften, wie die Zigarrenpresse, stammen zum Teil noch aus der Gründungszeit der Firma.

Rosa Pauli wiegt die Tabakblätter ab, bevor sie verarbeitet werden.

Rosa Pauli wiegt die Tabakblätter ab, bevor sie verarbeitet werden.

Rosa Pauli wiegt die Tabakblätter ab, bevor sie verarbeitet werden.


Cornelia Stix (51) betreibt das Unternehmen heute. "Ich bin damit aufgewachsen und mit Herzblut dabei." Nach der Schule habe sie oft beim Opa in der Manufaktur vorbeigeschaut und den Frauen beim Arbeiten zugesehen. Heute sitzt sie selbst am Rollbrett. "Mir macht das einfach Spaß. Mein Ausgleich ist das Zigarren-Rollen."

Die Chefin mag gerne eine "Edelweiß-Virginia".

Die Chefin mag gerne eine "Edelweiß-Virginia".

Die Chefin mag gerne eine "Edelweiß-Virginia".


Von über 170 Mitarbeitern sind noch neun übrig. Mit 32 Jahren in der Manufaktur ist Rosa Pauli die Dienstälteste in Perlesreut. Rosa Pauli gehört zu den wenigen, die die streng geheimen Tabakmischungen der Edelweiß-Virginia, Cigarillo, Toccata und anderer Zigarren aus dem Haus zubereiten kann. Aus Sumatra, Java und Brasilien, aus Kentucky und Virginia kommen die gegorenen und gereiften Tabakblätter zunächst auf dem Schiffsweg nach Hamburg, von wo aus sie nach Perlesreut transportiert werden.
Mehr zum Thema lesen Sie am Samstag, 2. Februar, in Ihrer Passauer Neuen Presse oder hier als registrierter Abonnent.








Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2015
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




article
646727
Perlesreut
Perlesreut statt Havanna: Zigarren aus dem Bayerwald
Zwischen den hölzernen Arbeitstischen riecht es würzig nach Tabak. "Vater" Wolf, der Firmengründer, lächelt zufrieden von seinem Wandporträt aus in die Runde und beobachtet die Mitarbeiterinnen beim Rollen, Pressen und Verpacken.
http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_freyung_grafenau/freyung/646727_Perlesreut-statt-Havanna-Zigarren-aus-dem-Bayerwald.html?em_cnt=646727&ref=as
2013-02-03 10:30:00
http://www.pnp.de/_em_daten/_ngen/2013/02/01/teaser/130201_1931_29_38952428_p1010469_teaser.jpg
news



Anzeige




Mein Ort








Anzeige





Anzeige











"Platsch!" Nicht nur Kinder haben riesigen Spaß am selbstgebauten Schwimmbecken. − Foto: Ebert-Adekis

Bei Rekordtemperaturen auf den Feldern schuften, dreschen und häckseln und vor allem schwitzen...



Einen umgekippten Smart wieder auf seine Räder zu bringen, ist nicht schwer: ein paar kräftige Feuerwehrmänner reichen. − Foto: Haydn

Ein Smart ist eine runde Sache. Etwas zu rund für den Typ Unfall, der einer Rentnerin (73) am...



Ausbildungsleiter Friedrich Resch (v.l.) mit Anna-Lena Schrank, Julia Maria Eder, Christina Daugela, Corinna Jobst, Nathalie Karl, Amtsleiterin Brigitte Behammer, Lisa Schreiner, Christina Prager − Foto: Finanzamt

Am 1. September haben sieben junge Damen beim Finanzamt ihre Ausbildung zur Steuersekretärin...



In der Nacht zum Montag brachen bislang unbekannte Täter in eine als Jugendtreff genutzte Hütte in...



Die Zweifachturnhalle am Schwaimberg soll Flüchtlingen, die vom Hauptbahnhof München aus in ganz Bayern verteilt werden, als Notunterkunft dienen. − Foto: Haydn

Die Tausenden Flüchtlinge, die in den letzten Tagen mit Zügen aus Ungarn im Hauptbahnhof München...





Als 2004 die Tschechische Republik EU-Mitglied wurde, hatten viele Angst vor einer Flut billiger Arbeitskräfte aus dem Nachbarland. Dazu ist es nie gekommen – im Gegenteil: Viele Firmen und Institutionen setzen auf tschechische Mitarbeiter, wegen ihrer Sprachkenntnisse oder weil sie keine deutschen Arbeiter finden. Stepanka Labajova, Jan Vandlicek, Jana Folvarska und Jitka und Jiri Rebenda sind Beispiele grenzenlosen Arbeitens in Waldkirchen. Folvarska und Vandlicek pendeln jeden Tag aus Prachatitz, die anderen leben bereits in Deutschland. In ihrer neuen Serie stellt die PNP die "Grenzgänger" in den nächsten Tagen vor. −Grafik: Bircheneder/F.: Ebert-Adeikis

2004 wurde Tschechien, das einst hinter dem eisernen Vorhang lag, Mitglied der EU...



"Die Störung wurde behoben", verlautete gestern der Mobilfunkanbieter Vodafone in Bezug auf die...



Josef "Simei" Bauer (l.) ist der älteste und dienstälteste Stadtrat – in unserem Bild nimmt er Bürgermeister Heinz Pollak den Amtseid ab. − Foto: Seidl

Deutliche Kritik hat BP-Stadtrat Josef Bauer in der jüngsten Stadtratssitzung an der Initiative des...



Philipp Eder hat sich für eine Ausbildung zum Koch im Gasthaus Kleblmühle entschieden und ist sehr glücklich mit seiner Wahl. − Foto: Brandtner

Der Nachwuchsmangel im Gastronomiegewerbe ist ein Problem, das momentan der ganzen Branche zu...



Den Startschuss für das Highspeed-Internet in der Gemeinde Mauth-Finsterau gaben Bügermeister Ernst Kandlbinder (l.) und Josef Markl von der Telekom. − Foto: Rauscher

Endlich ist es soweit: Die neuen schnellen Internet-Anschlüsse sind da. Ab sofort können rund 500...





Die Gisekestraße zwischen Kindergarten und Parkplatz soll tiefer gelegt werden, statt des großen Parkplatzes kann eine "Arena" gebaut werden, eine geringe Anzahl von Parkplätzen soll erhalten bleiben.

Bürger in den Entscheidungsprozess einzubinden, sie mitberaten und mitentscheiden zu lassen: Das war...