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Perlesreut  |  03.02.2013  |  10:30 Uhr

Perlesreut statt Havanna: Zigarren aus dem Bayerwald

von Stefanie Heindl

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Katharina Saliger ummantelt die Zigarrenpuppe mit einem Deckblatt.  − Fotos: Heindl

Katharina Saliger ummantelt die Zigarrenpuppe mit einem Deckblatt.  − Fotos: Heindl

Katharina Saliger ummantelt die Zigarrenpuppe mit einem Deckblatt.  − Fotos: Heindl


Zwischen den hölzernen Arbeitstischen riecht es würzig nach Tabak. "Vater" Wolf, der Firmengründer, lächelt zufrieden von seinem Wandporträt aus in die Runde und beobachtet die Mitarbeiterinnen beim Rollen, Pressen und Verpacken. Ringsum füllen sich die schweren Buchenfassungen mit Zigarren. Seit 1909, als Wolf die Zigarrenmanufaktur ins Leben gerufen hat, hat sich an der Herstellung der bayerischen Zigarre nicht viel geändert. Bei "Wolf & Ruhland" in Perlesreut (Landkreis Freyung-Grafenau) werden alle in altbewährter Manier von Hand gefertigt. Die wenigen Gerätschaften, wie die Zigarrenpresse, stammen zum Teil noch aus der Gründungszeit der Firma.

Rosa Pauli wiegt die Tabakblätter ab, bevor sie verarbeitet werden.

Rosa Pauli wiegt die Tabakblätter ab, bevor sie verarbeitet werden.

Rosa Pauli wiegt die Tabakblätter ab, bevor sie verarbeitet werden.


Cornelia Stix (51) betreibt das Unternehmen heute. "Ich bin damit aufgewachsen und mit Herzblut dabei." Nach der Schule habe sie oft beim Opa in der Manufaktur vorbeigeschaut und den Frauen beim Arbeiten zugesehen. Heute sitzt sie selbst am Rollbrett. "Mir macht das einfach Spaß. Mein Ausgleich ist das Zigarren-Rollen."

Die Chefin mag gerne eine "Edelweiß-Virginia".

Die Chefin mag gerne eine "Edelweiß-Virginia".

Die Chefin mag gerne eine "Edelweiß-Virginia".


Von über 170 Mitarbeitern sind noch neun übrig. Mit 32 Jahren in der Manufaktur ist Rosa Pauli die Dienstälteste in Perlesreut. Rosa Pauli gehört zu den wenigen, die die streng geheimen Tabakmischungen der Edelweiß-Virginia, Cigarillo, Toccata und anderer Zigarren aus dem Haus zubereiten kann. Aus Sumatra, Java und Brasilien, aus Kentucky und Virginia kommen die gegorenen und gereiften Tabakblätter zunächst auf dem Schiffsweg nach Hamburg, von wo aus sie nach Perlesreut transportiert werden.
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Perlesreut statt Havanna: Zigarren aus dem Bayerwald
Zwischen den hölzernen Arbeitstischen riecht es würzig nach Tabak. "Vater" Wolf, der Firmengründer, lächelt zufrieden von seinem Wandporträt aus in die Runde und beobachtet die Mitarbeiterinnen beim Rollen, Pressen und Verpacken.
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