
Die finanzielle Lage des Landkreises ließ sich MdL Jutta Widmann von Landrat Heinrich Trapp ausführlich erläutern. − Foto: Birgmann
Die finanzielle Lage des Landkreises ließ sich MdL Jutta Widmann von Landrat Heinrich Trapp ausführlich erläutern. − Foto: Birgmann
Schnelle Internetzugänge sind für Firmen überlebensnotwendig, doch der ländliche Bereich hinkt bei der Versorgung gegenüber den Städten hinterher, das war der Schwerpunkt eines Gespräches zwischen Jutta Widmann und Heinrich Trapp. Die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler aus Landshut hat am Dienstag ihren Antrittsbesuch beim Landrat absolviert.
Die Auswirkungen dieses Desasters kennt Trapp aus seinem beruflichen Alltag: Ein Landauer Unternehmer, der 100 000 Euro für einen schnellen Internetzugang ausgibt, weil er auf die Politik nicht arten kann. Eine Firma, die wegen der besseren Anschlüsse von Giesbach nach Dingolfing umzieht. Oder noch schlimmer: Eine weltweit tätige Spezialfirma aus dem Vilstal, die per Internet den Bau von Tunnels überwacht und nach München umsiedeln muss, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. "In Sachen Breitband gibt es zwar viele Initiativen, aber der ländliche Raum ist völlig unterentwickelt", klagte der Landrat.
Ein Thema, das auch die Abgeordneten ärgere, antwortete ihm Jutta Widmann. 2011 noch habe Wirtschaftsminister Zeil behauptet, in Sachen Breitband gebe es in Bayern keine weißen Flecken mehr. 2012 sei man schlauer und habe mit 500 Millionen Euro ein Förderprogramm aufgelegt − das aber so kompliziert sei, das es sogar die Regierung von Niederbayern als ein "Bürokratiemonster, das die Gemeinden gar nicht abarbeiten könnten", bezeichnet habe. − tomMehr dazu in der Landauer Neuen Presse vom Donnerstag, 24. Januar.
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