
Familienstreit: Im Landauer Amtsgericht muss sich ein Vater der Anklage seiner Tochter stellen.
Familienstreit: Im Landauer Amtsgericht muss sich ein Vater der Anklage seiner Tochter stellen.
Als großes Häufchen Elend fand sich ein 36-jähriger Vater am Mittwochmorgen vor Richter Hans Erich Pieringer im Amtsgerichtssaal wieder: Kopfschüttelnd, murmelnd und das Gesicht eine Maske aus Gram. Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung lauteten die Anklagepunkte. Und die, die ihm diese Taten vorwarf, war die eigene Tochter − angereist mit ihrer Mutter aus Berlin. Die 15-Jährige betrat auch gleich als erste Zeugin den Saal und schilderte − nach übereinstimmender Meinung des Richters und Verteidigers, ungewohnt frei und sachlich − was sich im Juli 2012 im Haus ihrer Großeltern in Dingolfing zugetragen hatte.
Die Tochter habe im Wohnzimmer der Großeltern mit ihrem "besten Freund" am Computerbildschirm via Videotelefonie gesprochen. Dieser war auf dem Computerbildschirm mit freiem Oberkörper zu sehen. Ein Bekannter des Vaters, der mit diesem in der Anliegerwohnung des Hauses trank, habe sich zu ihr gesetzt und gefragt, ob sie sich nicht zu den beiden gesellen wolle. Darauf habe sie verneint, während der Freund des Vaters diesem berichtete, seine Tochter telefoniere "mit einem Nackerten". Wutentbrannt sei nun ihr Vater in den Raum gestürzt und habe sie angeschrien. Im Laufe der Rangeleien habe er auch einen Friseur-Spiegel geworfen. − weiMehr dazu lesen Sie in ihrer Landauer Neuen Presse vom Freitag, 1. Februar.
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