
Opa fährt regieren: Enkel Michael und Sohn Josef verabschieden Sepp Brunner auf dem Weg zur Arbeit. − Foto: Birgmann
Opa fährt regieren: Enkel Michael und Sohn Josef verabschieden Sepp Brunner auf dem Weg zur Arbeit. − Foto: Birgmann
Ein bisschen Bürgermeister geht nicht. Zumindest nicht bei Sepp Brunner. Irgendwie scheinen seine Gedanken immer um die Stadt zu kreisen. Wenn er sich beschreiben soll, heißt es: "Ich bin zurzeit 1. Bürgermeister." Sein liebster Ort? Natürlich das Rathaus. Am Samstag feiert er seinen 65. Geburtstag. Sein Wunsch? Die Amtszeit gut beenden und einige angedachte Projekte noch auf den Weg bringen. Bis Frühjahr 2014 hat er Zeit, dann wird sein Nachfolger gewählt. Er darf nicht mehr kandidieren. Laut Gesetz ist er ab Samstag zu alt dafür.
Seit 1972 ist Brunner im Stadtrat. Von 1972 bis 1984 war er ehrenamtlicher Grundstücksverwalter − eine "lehrreiche Zeit", wie er rückblickend sagt. Zwölf Jahre lang war er dritter, weitere sechs Jahre lang zweiter Bürgermeister. Seit 2002 ist er Stadtoberhaupt. In 40 Jahren habe er vielleicht vier oder fünf Sitzungen verpasst. Nächstes Jahr ist Schluss mit alldem. "Der Abschied fällt schwer", gibt er zu, "aber es macht keinen Sinn, weiterzumachen. Da tue ich meinem Nachfolger keinen Gefallen." Das Vakuum − wenn man den Bürgermeister weglässt, "bleiben noch 20 Prozent" − will er mit Altbekanntem füllen: der heimischen Landwirtschaft. Nach seiner Wahl 2002 hatte er den Hof an den Sohn übergeben. Ganz davon lassen kann und will er aber nicht. An schönen Herbsttagen, wenn der Bürgermeister nicht gebraucht wird, setzt sich der Landwirt Sepp Brunner auf den Traktor und fährt los Richtung Feld. − skaMehr dazu lesen Sie in der Freitagsausgabe der Landauer Neuen Presse.
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