
Stellten die Forschungsergebnisse vor: (v.l.) Kreisarchivpfleger Manfred Niedl, Biologe Sebastian Gruber, Landrat Heinrich Trapp und Kreisarchäologe Dr. Ludwig Kreiner. − Foto: Maile
Stellten die Forschungsergebnisse vor: (v.l.) Kreisarchivpfleger Manfred Niedl, Biologe Sebastian Gruber, Landrat Heinrich Trapp und Kreisarchäologe Dr. Ludwig Kreiner. − Foto: Maile
Bis zu drei Meter tiefe Gräben. Davor fast genau so hohe Wälle. "Dort muss etwas gewesen sein, was sich lohnte zu verteidigen", sagt Dr. Ludwig Kreiner. Der Kreisarchäologe berichtete am Donnerstagabend bei seinem Jahresrückblick 2012 unter anderem über Ausgrabungen in Eichendorf.
Und dort war vor allem das Baierl-Areal mehr als ergiebig: Von 5000 vor Christus bis in die 1970-er Jahre, als dort noch die Eichendorfer Volksfeste abgehalten wurde, reichen die Funde. Das größte Kopfzerbrechen bereiten den Forschern dabei die tiefen Gräben, die teilweise bis in die Kiesschicht hinunter reichen.
Doch wie so oft entstehen bei den Archäologen die Lösungen Schritt für Schritt. Zunächst einmal: Die Gräben stammen aus dem Übergang von der Hallstatt- zur Keltenzeit − zwischen 400 und 500 vor Christus. Salz war damals so begehrt wie heute Rohöl und entsprechend wertvoll. Dazu passt, dass auf dem Baierl-Areal Keramikreste gefunden worden, die sonst eher zur Salzburger Gegend passen.
Aber es kommt noch besser: Das Team der Kreisarchäologie hat ein Depot mit zehn sorgfältig vergrabenen Gefäßen gefunden. Der Verdacht: Dort wurde wertvolles Salz den Göttern "geopfert". Eine Untersuchung des Kochalzgehaltes inner- und außerhalb der Gefäße soll diese Vermutung bestätigen. Falls diese These stimmt, dann könnte Eichendorf − so Ludwig Kreiner − ein bedeutender Handelsort zur Verteilung des Salzes in der Region gewesen sein − der entsprechend aufwändig geschützt werden musste. − tomMehr dazu in der Landauer Neuen Presse vom Samstag, 5. Januar.
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