von Monika Bormeth
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Sie brennen für die Geburtshilfe Landau: Viele Besucher kamen mit Fackeln, Laternen und Kerzen. − Fotos: Birgmann
Sie brennen für die Geburtshilfe Landau: Viele Besucher kamen mit Fackeln, Laternen und Kerzen. − Fotos: Birgmann
Sichtlich überwältigt waren die Hebammen der Geburtshilfe Landau, als am Sonntagabend bei Einbruch der Dämmerung rund 1000 Personen eine Lichterkette rund ums Krankenhaus bildeten. Dass die von der Schließung bedrohte Geburtenstation so große Unterstützung erfährt, macht die Hebammen trotz ihrer ungewissen beruflichen Zukunft glücklich. Martina Fraundorfner etwa war vollkommen hingerissen: "Ich könnte alle knutschen, jeden Einzelnen. Das ist einfach nur der Wahnsinn."

Hebammen und Organisator: Bianka Stockner (v. l.), Markus Tschöp, Andrea Lassak, Martina Fraundorfner und Anna Palecek.
Hebammen und Organisator: Bianka Stockner (v. l.), Markus Tschöp, Andrea Lassak, Martina Fraundorfner und Anna Palecek.
Schon gegen vier Uhr waren viele Bürger vor Ort, die ersten Kerzen leuchteten bereits gegen halb fünf. Viele Kinder hatten ihre Laternen mitgebracht, auch Fackeln brannten in der Dunkelheit. Organisator Markus Tschöp war begeistert, als er die ersten Teilnehmer erblickte und feststellte, dass rasch noch viel mehr kamen. Auf eine offizielle Rede verzichtete er: "Die Aktion spricht für sich", war er überzeugt. Auch die anwesenden Politikern wie Landrat Heinrich Trapp oder Bürgermeister Josef Brunner sollten bei dieser Veranstaltung Besucher sein wie alle anderen auch: "Politik ist morgen wieder dran", sagte Markus Tschöp (Video-Statement siehe unten) ausdrücklich.
Gegen 17 Uhr schließlich leuchtete es rund um das Krankenhaus. Knapp 1000 Besucher hatten ihre Kerzen entzündet. Vor dem Haupteingang prangte das Transparent "Landau ist Geburtsort". Nahezu jeder Besucher trug einen Button "geboren in Landau" am Kragen oder auf der Mütze.
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