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Dingolfing/Passau  |  01.12.2012  |  05:47 Uhr

Vom niederbayerischen Kneipenwirt zum Adidas-Chef

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Vom Dingolfinger Metzgersohn zum Lenker eines Weltkonzerns: Adidas-Chef Herbert Hainer.  − Foto: Blei

Vom Dingolfinger Metzgersohn zum Lenker eines Weltkonzerns: Adidas-Chef Herbert Hainer.  − Foto: Blei

Vom Dingolfinger Metzgersohn zum Lenker eines Weltkonzerns: Adidas-Chef Herbert Hainer.  − Foto: Blei


Herbert Hainer ist Vorstandsvorsitzender des fränkischen Sportartikelherstellers Adidas. Und: Er ist Bayer, genauer gesagt Niederbayer. 1954 wurde er in Dingolfing geboren. Unter seiner Führung explodierte der Umsatz von Adidas – von 5,8 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf nun 14,5 Milliarden. In drei Jahren will er, durch extremes Wachstum in Russland, China und den USA, sogar die 17-Milliarden-Euro- Grenze knacken. Mit der PNP sprach er nun unter anderem über seine niederbayerische Herkunft

Herr Hainer, Sie stammen aus Dingolfing. Welche Erinnerung haben Sie an Ihre alte Heimat?
Hainer: (lacht) Das kann ich Ihnen ganz genau sagen: Nebel, Isarmoos und schlechtes Wetter.

Das hört sich an wie drei Gründe, von dort wegzugehen?
Hainer: Nein. Ich bin zwar in Dingolfing geboren, aber aufgewachsen in Dornwang, ein paar Kilometer entfernt, auf der anderen Seite der Isar. Das ist mir im Kopf geblieben, dieses Isarmoos mit dem ewigen Nebel.

Verschlägt es Sie ab und an noch in Ihre alte Heimat?
Hainer: Klar, vier, fünf Mal im Jahr komme ich vorbei. Mein älterer Bruder und meine Schwiegereltern wohnen noch dort, einige alte Freunde. Und ich habe immer noch denselben Steuerberater, den ich mir damals gesucht habe, als ich dort mit 24 Jahren eine Kneipe aufgemacht habe. Ich habe schöne Erinnerungen an Dingolfing. Gerade aus meiner Sturm- und Drang-Zeit.

Sie waren ja auch ein guter Amateur-Fußballer . . .
Hainer: Den größten Sieg haben wir in Plattling gefeiert, das Endspiel um die niederbayerische Meisterschaft. Ich erinnere mich gerne an meine Fußballzeit beim FC Dingolfing zurück.

Wenn Sie heute ab und an nach Ostbayern kommen, wie finden Sie, hat sich die Region entwickelt?
Hainer: Ich habe vor fünf Jahren mit meiner Frau mal eine Woche Urlaub gemacht im Bayerischen Wald, in Bodenmais. Ich muss sagen, ich war absolut positiv überrascht. Landschaften und Ortschaften haben sich nach meinem Dafürhalten wirklich unglaublich gut entwickelt – eine tolle Region.

Sie haben in Landshut Betriebswirtschaftslehre studiert. Empfehlenswert, eine kleine Hochschule im ländlichen Raum zu wählen?
Hainer: Ich kann nichts darüber sagen, ob die Lehrinhalte hier oder dort besser sind. Aber wir hatten überschaubare Klassen und einen sehr engen Draht zu unseren Professoren. Vor zwei Wochen habe ich an der Ludwig-Maximilian-Universität in München einen Vortrag vor 850 Studenten gehalten. Dort nehmen sie ihre eigenen Kissen mit, weil sie oft auf den Treppen sitzen müssen. Oder sie stehen vor der Tür, weil sie nicht mehr in den Vorlesungssaal hineinkommen. Wie soll man da noch etwas mitkriegen, Kontakt zum Professor haben und sich mit ihm austauschen?
Das komplette Interview, geführt von PNP-Chefredakteur Ernst Fuchs und Alexander Kain, lesen Sie in Ihrer Ausgabe der Passauer Neuen Presse vom 1. Dezember oder HIER.



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