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Plattling/Regen  |  25.11.2012  |  18:36 Uhr

"Deckel drauf": Adam und Pronold wollen Streit intern klären

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 − Foto: Archiv(Lukaschick

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Eine Woche nach dem Wutausbruch des Regener Landrats Michael Adam auf Facebook soll wieder Ruhe einkehren in der bayerischen SPD. Adam und der Landesvorsitzende Florian Pronold trafen sich am Samstag unter eher konspirativen Umständen zu einem Friedenstreffen in Plattling. Ergebnis: Adam wird nicht mehr behaupten, dass in der von Pronold geführten Bayern-SPD-Zentrale "nur Ja-Sager und Speichellecker" erwünscht seien. Andererseits wird in näherer Zukunft Adams Wunsch erfüllt, keine Parteiämter mehr ausüben zu müssen und nur noch Landrat sein zu dürfen. Noch ist Adam niederbayerischer Bezirkschef der Sozialdemokraten.

Adams inhaltliche Kritik soll noch diskutiert werden. "Irgendwann muss man auch mal einen Deckel drauf machen", erklärte Adam dann am Sonntagmorgen − wieder auf Facebook.   "Es ist interessant, wie viel Feedback ich in den letzten Tagen zu meinem Kommentar bekommen habe − positiv wie negativ", schrieb Adam weiter auf seiner Facebook-Seite. Dass er nun auf direkte Angriffe gegen Pronold verzichten möchte, will Adam keinesfalls als ein Zurückrudern verstanden wissen. "Ich kann dies so nicht erkennen." Er habe bei dem zweieinhalbstündigen Treffen einen Landesvorsitzenden erlebt, der sich der innerparteilichen Kritik stellen will. Auch Pronold war zufrieden mit dem Treffen: "Mein Eindruck aus dem Gespräch war, dass wir wirklich wieder eine gemeinsame Basis gefunden haben."

Auf Facebook jedenfalls gibt es von der SPD-Basis Unterstützung ebenso wie scharfe Kritik an Adam. "Es ist einfach nur traurig, dass wir die fähigen Leute und Sympathieträger versauern lassen und so aalglatte Schmalzlocken oben lassen", seufzte ein Adam-Anhänger am Sonntag. Eine Kritikerin empfahl dem Landrat dagegen, sich bessere Umgangsformen zuzulegen: "Volkshochschulkurs in Regen − Business Knigge im Tagesgeschäft". Doch die unerfreuliche Episode soll nun Geschichte sein. "Fakt ist: Wir haben uns gestern ausgesprochen und dabei persönliche Differenzen ausräumen können", schrieb Adam.              -  lby



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