
Genau 42,10 Meter sind es von der Eingangstür des Bahnhofs zur Eingangstür des künftigen "Café am Bahnhof". Der Ticketschalter ist laut Definition damit immer noch "bahnhofsnah", weil im Umkreis von 100 Metern. − Foto: Hahne
Genau 42,10 Meter sind es von der Eingangstür des Bahnhofs zur Eingangstür des künftigen "Café am Bahnhof". Der Ticketschalter ist laut Definition damit immer noch "bahnhofsnah", weil im Umkreis von 100 Metern. − Foto: Hahne
In das frisch renovierte einstige "Rankl-Haus" am Bahnhofsplatz zieht demnächst der Vertriebsservice Ostbayern (VSO) mit seinen Büros aus dem Bahnhof um. Im Erdgeschoss soll − voraussichtlich im Januar − ein "Café am Bahnhof" eröffnen: im Loungestil mit Wohlfühlcharakter. Im Laufe des Frühjahrs soll auch der Fahrkartenverkauf, das Reisecenter, auf die andere Straßenseite wechseln.
Sieht Anton Stiebler, Leiter des VSO, in dem neuen Verkaufsformat eine weitere Aufwertung des Plattlinger Bahnhofs(platzes), ist Stadtrat Georg Weiß da ganz anderer Ansicht: "Wir sollen tätig werden", mahnte er in der Stadtratssitzung. "Es ist für mich unmöglich", so der SPD-Stadtrat, wenn ein ICE-Bahnhof keinen Ticketschalter im Bahnhof hat. Das sei seines Wissens einmalig in Bayern.

So sieht das Reisezentrum derzeit aus
So sieht das Reisezentrum derzeit aus
Der VSO hat mehrere "attraktive Verkaufsstellenformate". Für das "Café im Bahnhof" gab es heuer sogar den Bayerischen ÖPNV-Preis. Ein "Café" bzw. "Bistro im Bahnhof" gibt es bereits in Vilshofen, in Dingolfing, in Bogen und auch in Zwiesel. Letzteres ist sogar von der Hochschule Deggendorf wissenschaftlich begleitet worden. Vorbehalte kann Anton Stiebler überhaupt nicht verstehen und der "Auslagerung" des Ticketschalters aus dem Plattlinger Bahnhof in ein Café nur Positives abgewinnen: Die Verkaufsstelle erhalte ein schöneres Umfeld, eine bessere und modernere Gestaltung bei optimalen räumlichen Bedingungen. Denn die derzeit beengten räumlichen Verhältnisse seien der Hauptgrund für den Umzug. Die Verkaufsstelle entspreche nicht mehr der Arbeitsstättenverordnung. Dies sei auch der Grund für den Umzug der Büros aus dem ersten Stock gewesen.

Lounge-Charakter so − so wie hier in Vilshofen − soll auch das Café in Plattling erhalten. VSO-Leiter Anton Stiebler (links) sieht auch im angegliederten Ticketverkauf nur Vorteile für die Kunden und will das auch den Stadträten erläutern. − Foto: Kreyß
Lounge-Charakter so − so wie hier in Vilshofen − soll auch das Café in Plattling erhalten. VSO-Leiter Anton Stiebler (links) sieht auch im angegliederten Ticketverkauf nur Vorteile für die Kunden und will das auch den Stadträten erläutern. − Foto: Kreyß

Genau 42,10 Meter sind es von der Eingangstür des Bahnhofs zur Eingangstür des künftigen "Café am Bahnhof". Der Ticketschalter ist laut Definition damit immer noch "bahnhofsnah", weil im Umkreis von 100 Metern. − Foto: Hahne
Genau 42,10 Meter sind es von der Eingangstür des Bahnhofs zur Eingangstür des künftigen "Café am Bahnhof". Der Ticketschalter ist laut Definition damit immer noch "bahnhofsnah", weil im Umkreis von 100 Metern. − Foto: Hahne
Gerade mal 50 Meter weiter zieht der "personenbediente Verkauf" wie der Fahrkartenschalter im Bahndeutsch heißt. Von der Glastüre des Bahnhofs bis zur Eingangstüre des Köberling-Hauses sind es genau 42,10 Meter. Eine Entfernung, die zu Fuß "im Sekundenbereich", auf jeden Fall aber unter einer Minute bewältigt werden kann, wie Stiebler betonte. Die Entfernung auch zu den Gleisen liege immer noch weit unter 100 Metern und gilt daher nach den Richtlinien der Bahn als "bahnhofsnah", und sei immer noch kürzer als an den meisten anderen Bahnhöfen. "Wir wollen der Stadt doch nichts Schlechtes, im Gegenteil", verteidigt Stiebler das Konzept. − catMehr über den geplanten Umzug lesen Sie in der Freitagsausgabe Ihrer Plattlinger Zeitung
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