
Auch viele Stunden nach dem Ausbruch des Feuers waren Feuerwehrmänner noch im Einsatz. | Foto: Schwarzbözl
Auch viele Stunden nach dem Ausbruch des Feuers waren Feuerwehrmänner noch im Einsatz. - Foto: Schwarzbözl

In der Nacht loderten die Flammen. | Foto: Eiblmeier
In der Nacht loderten die Flammen. - Foto: Eiblmeier

Auf der anderen Seite des Gebäudes hatten die Einsatzkräfte mit der Photovoltaikanlage zu kämpfen. | Foto: Eiblmeier
Auf der anderen Seite des Gebäudes hatten die Einsatzkräfte mit der Photovoltaikanlage zu kämpfen. - Foto: Eiblmeier
Vollkommen in Flammen stand in der Nacht auf Mittwoch eine Lagerhalle im Osterhofener Ortsteil Holzhäuser (Landkreis Deggendorf). Über 100 Feuerwehrmänner eilten zum Brandort. Trotzdem entstand "ein beträchtlicher Sachschaden", so die Polizei − laut ersten Schätzungen in Höhe von etwa 600.000 Euro. Verletzt wurde niemand. Warum das Feuer ausbrach ist noch nicht geklärt. Brandstiftung könne laut Michael Emmer vom Polizeipräsidium Niederbayern nicht augeschlossen werden. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.
Am Dach der auf jeder Seite offenen Halle mit einer Grundfläche von 54 auf 22 Metern befand sich eine großflächige Photovoltaik-Anlage, im Inneren etwa 800 bis 1000 Strohballen sowie ein landwirtschaftlicher Anhänger. Nachdem das Feuer ausbrach rückten rund 120 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren nach Holzhäuser aus. Das rasche Eingreifen der Helfer verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Anwesen. Kreisbrandrat Leopold Schmid vermutet, dass es sich um Brandstiftung gehandelt haben könnte. Grund dafür: Beim Eintreffen der Feuerwehren war das Stroh bereits über die gesamte Hallenlänge und an allen vier Ecken in Brand geraten.
Der Schaden ist immens. "Allein die vollständig zerstörte Solaranlage hat nach ersten Erkenntnissen einen Wert von rund 500.000 Euro", berichtet die Polizei. "Dazu kommt noch der Schaden an der Halle selbst, der vorläufig auf rund 100.000 Euro geschätzt wird."
Nach Informationen der Integrierten Leitstelle Straubing werden sich die Löscharbeiten aufgrund der schwierigen Situation noch bis in die Mittagszeit hinziehen. Zur Bekämpfung des Großbrandes sind 14 Feuerwehren mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Neben dem Großaufgebot der Feuerwehr wurden vorsorglich auch mehrere Rettungswagen, ein Notarzt sowie ein Einsatzleiter Rettungsdienst zum Brandort geschickt. Personen waren nach Auskunft der Polizei jedoch zu keiner Zeit in Gefahr.
Warum das Feuer ausbrach, sollen nun die Ermittlungen der Polizei ergeben. Noch in der Nacht haben Beamte des Kriminaldauerdienstes mit der Arbeit begonnen, die weiteren Ermittlungen werden von Brandfahndern der Kripo Deggendorf geführt. − wog/gs/pnp
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