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Hengersberg  |  13.09.2013  |  16:49 Uhr

Schleuser gefasst: Für ein paar hundert Euro nach Deutschland

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 − Symbolbild: Polizei

 − Symbolbild: Polizei

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Die Polizei hat zwei Schleusern das Handwerk gelegt. Schleierfahnder der Deggendorfer Polizei hielten am Donnerstag spätabends zwei Fahrzeuge auf einem Autobahnparkplatz an und kontrollierten die Insassen. Schnell stellte sich heraus, dass zwei Schleuser gerade dabei waren, zwölf Menschen in das Bundesgebiet einzuschleusen. Alle Personen wurden vorläufig festgenommen und zur Polizeidienststelle Deggendorf gebracht. Die beiden Schleuser wurden bereits am Freitag im sogenannten beschleunigten Verfahren verurteilt.

Ein Kleinbus und ein Auto gerieten um 22.30 Uhr in den Fokus der Schleierfahndern der Verkehrspolizei. Die Insassen der beiden in der Slowakei zugelassenen Fahrzeuge wurden am Autobahnparkplatz Ohetal-Nord einer eingehenden Kontrolle unterzogen. Im Kleinbus saßen neben dem 40-jährigen Fahrer acht Mitfahrer, im Pkw chauffierte ein 62-Jähriger vier Fahrgäste. Die weiteren Überprüfungen ergaben, dass die fünf Frauen und sieben Männer im Alter von 20 bis 39 Jahren aus Mali, Elfenbeinküste, Burkina Faso und Kamerun keinerlei gültige Ausweisdokumente mitführten und deshalb keine erforderlichen Aufenthaltstitel vorlegen konnten.

Die zwölf Afrikaner und die beiden slowakischen Schleuser wurden vorläufig festgenommen und zu weiteren Ermittlungen und Abklärungen in die Deggendorfer Polizeidienststelle gebracht.

Das Fachkommissariat für grenzüberschreitende Kriminalitätsfälle übernahm die Ermittlungen. Gegen die beiden slowakischen Staatsbürger wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Einschleusens von Ausländern eingeleitet. Befragungen ergaben, dass die beiden Männer wohl von einem unbekannten Drahtzieher beauftragt wurden, die Afrikaner nach Deutschland zu fahren. Dafür erhielten die Schleuser höchstwahrscheinlich einige hundert Euro. Die Ermittlungen zu den Hintermännern werden fortgeführt, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Niederbayern.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Deggendorf wurden die beiden Schleuser am Amtsgericht Deggendorf im sogenannten beschleunigten Verfahren bereits am Freitag verurteilt. Der jüngere der beiden Schleuser erhielt eine Freiheitsstrafe von fünf Monaten und zwei Wochen auf Bewährung, der ältere Beschuldigte vier Monate auf Bewährung.

Gegen die zwölf eingeschleusten Personen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz eröffnet. Das Amtsgericht ordnete auf Antrag des Landratsamt eine sogenannte Zurückschiebungshaft an. − dz



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