von Thomas Haslböck
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Bis zu diesem Metallzaun konnte die Tierfreundin den jungen Rehbock treiben, bevor ein Jäger ihn zur Strecke brachte. Ob Gnadenschuss oder nicht, darüber sind sich die beiden nicht einig. − F.: Haslböck
Bis zu diesem Metallzaun konnte die Tierfreundin den jungen Rehbock treiben, bevor ein Jäger ihn zur Strecke brachte. Ob Gnadenschuss oder nicht, darüber sind sich die beiden nicht einig. − F.: Haslböck
Wenn zwei grundverschiedene Seiten für sich beanspruchen, das Wohl der Tiere zu verfechten, dann kommt es nicht selten zu Reibereien. So auch kürzlich am Stadtrand von Deggendorf, wo eine Tierfreundin und ein Jäger wegen eines jungen Rehbocks über Kreuz gekommen sind. Die zentrale Frage des Zusammenpralls: War der Schuss, den der Jäger auf das Tier abgegeben hat, ein Gnadenschuss, oder eher eine sinnlose Tötung?
Die Tierfreundin entdeckte den scheinbar unter Schock stehenden Rehbock an der Steinmauer beim Ortseingang Deggenau. "Ich habe sofort bei der Tierrettung angerufen, aber dort wurde mir gesagt, dass sie sich um kein Wild kümmern dürfen", so die Deggendorferin.
So wollte sie das Tier von der Straße weg treiben. Doch dann kam ein Jäger dazu. Sie bot ihm noch an, das Tier mit nach Hause zu nehmen und es in ihrem Stall gesund zu pflegen. "Ja freile", soll er während des Anlegens erwidert haben. "Was soll man da noch tun? Ich habe mich umgedreht, mir die Ohren zugehalten und bin meiner Wege gegangen", erzählt die Frau.
Der Jäger sieht sich im Recht. "Das Reh hatte hochgradig Durchfall, der ganze Organismus war zusammengebrochen. So ein Reh kann niemand mehr hochpäppeln. Ich kann doch ein Tier nicht grundlos leiden lassen."
Mehr dazu lesen Sie in Ihrer Ausgabe der Deggendorfer Zeitung vom 18. Januar.
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