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Passau/Rosenheim/Deggendorf/Landshut  |  13.11.2012  |  08:06 Uhr

Ostbayerische Hochschulen auf Studiengebühren angewiesen

von Miriam Eckert

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Eine Menschenkette gegen Studiengebühren in Bayern bildeten Studenten in München. Ihre Forderung spaltet die Koalition.  − Foto: dapd

Eine Menschenkette gegen Studiengebühren in Bayern bildeten Studenten in München. Ihre Forderung spaltet die Koalition.  − Foto: dapd

Eine Menschenkette gegen Studiengebühren in Bayern bildeten Studenten in München. Ihre Forderung spaltet die Koalition.  − Foto: dapd


Es bleibt vorerst bei den Studiengebühren in Bayern. Neue Gespräche der Koalitionspartner CSU und FDP wurden auf den Beginn des kommenden Jahres vertagt. Im Januar ist zudem ein Volksbegehren geplant. Die Folgen der möglichen Abschaffung der Studiengebühren werden von den Hochschulen in Passau, Deggendorf, Landshut und Rosenheim kritisch betrachtet. Im Gespräch mit der PNP forderten die Präsidenten der vier Hochschulen einstimmig eine dauerhafte Kompensation der Studienbeitragssumme von der Politik.

"Die Gelder dürfen am Ende nicht fehlen. Das wäre eine Katastrophe," sagt Prof. Dr. Burkhard Freitag, Präsident der Universität Passau und konkretisiert weiter: "Wenn die Studienbeiträge wegfallen sollten, schrumpfen wir, und zwar an Stellen, die insbesondere die Studierendenbetreuung und die Lehre betreffen, um annähernd zehn Prozent." Heuer stünden aus Studiengebühren 6,45 Millionen Euro, zehn Prozent des Gesamtetats, zur Verfügung. Davon seien 80 Prozent für das Personal bestimmt.



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Die Studiengebühren bleiben - vorerst. Das hat die Münchner Koalition jüngst auf Drängen der FDP beschlossen. Eine richtige Entscheidung?







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"Dank Studienbeträgen hat der Einfluss der Studenten zugenommen"

Auch an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HDU) Deggendorf würde die Abschaffung der Studiengebühren ein Loch von rund 1,8 Millionen Euro pro Jahr im Etat bedeuten. Für die Studierenden würde der Wegfall der Studienbeiträge auch ein Weniger an Mitbestimmung bedeuten. Kanzler und Leitender Regierungsdirektor Dr. Gregor Biletzki: "Über die Verwendung der Studienbeiträge entscheiden Studierendenvertreter und Hochschulgremien einvernehmlich und in enger Abstimmung, so dass mit den Studienbeiträgen der Einfluss der Studierenden auf neue Maßnahmen und Projekte deutlich zugenommen hat."

"Eine Kompensation orientiert an der Studierendenzahl ist unverzichtbar, zumal wir von steigenden Studierendenzahlen in den nächsten Jahren ausgehen", sagt Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Landshut. "Die Zusatzinvestitionen haben die Hochschule konkurrenzfähig gemacht, auch gegenüber anderen Bundesländern ohne Studienbeiträge."

Rosenheimer Studenten mit Verwendung der Gebühren zufrieden

Eine Meinungsumfrage des Studierenden-Parlaments an der Hochschule Rosenheim habe im vergangenen Sommersemester klar ergeben, dass eine allgemeine Zufriedenheit mit der Verwendung der Studienbeiträge von zwei Millionen Euro im Jahr gegeben ist und diese grundsätzlich befürwortet werden, sagt Präsident Prof. Heinrich Köster und fügt hinzu: "Eine Aufhebung der Studienbeiträge würde für uns eine Reduktion um etwa 50 Prozent des verfügbaren Investitionsbudgets (ohne Personalkosten) bedeuten und wäre ein erheblicher Einschnitt."
Mehr dazu lesen Sie in Ihrer Ausgabe der Passauer Neuen Presse vom 13. November oder HIER.



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Ostbayerische Hochschulen auf Studiengebühren angewiesen
Es bleibt vorerst bei den Studiengebühren in Bayern. Neue Gespräche der Koalitionspartner CSU und FDP wurden auf den Beginn des kommenden Jahres vertagt. Im Januar ist zudem ein Volksbegehren geplant. Die Folgen der möglichen Abschaffung de
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