
Im Westlichen Stadtgraben haben die Deggendorfer Mongolen am Samstag ihr Clubheim eröffnet − beobachtet von der Polizei. − Foto: R. Binder
Im Westlichen Stadtgraben haben die Deggendorfer Mongolen am Samstag ihr Clubheim eröffnet − beobachtet von der Polizei. − Foto: R. Binder
Das Polizeiaufgebot war massiv. Wie massiv, verrät Deggendorfs Polizeichef Georg Hilmer nicht. Wer am Samstag durch den Westlichen Stadtgraben schlenderte, kam jedenfalls an mehreren Kastenwagen vorbei und am Abend wurden im Bereich Stadtgraben/Bahnhofstraße auch Autofahrer kontrolliert. Auslöser war die Einweihung eines Clubhauses. Dahinter steht ein Verein, aber nicht irgendeiner − sondern der umstrittene Rockerclub Mongols, der sich jetzt auch in Deggendorf niedergelassen hat.
Der Samstag verlief friedlich und laut Georg Hilmer ohne Zwischenfälle. "Wenn das so bleibt, ist es ja recht", kommentierte er den Einsatz gegenüber der DZ. Offenbar hat die Polizei daran aber Zweifel.
Nach Informationen der DZ hat der Deggendorfer "Chapter Mongols MC Southend 1 %" derzeit etwa 15 Mitglieder und lädt zweimal monatlich zu Clubabenden ein. Auf der Homepage der Deggendorfer (www.mongolsmc-southend.de), die unter anderem ein Foto des Alten Rathauses ziert, ist über die Mitglieder nichts zu erfahren.
Sorgen bereitet der Polizei offenbar vor allem, dass in der Bräugasse in Deggendorf seit vielen Jahren auch die Bandidos ein Clubheim haben. Bei zwei möglicherweise untereinander konkurrierenden Rockerclubs in einer Stadt ist laut Georg Hilmer zumindest Wachsamkeit geboten. − mic
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