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Schöllnach  |  06.11.2012  |  14:05 Uhr

Gülle bringt 3500 Fischen den Tod

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Mit dem Bauch nach oben treiben die toten Forellen in einem der Fischweiher von Josef Drasch.  − Foto: Reinhold Baier

Mit dem Bauch nach oben treiben die toten Forellen in einem der Fischweiher von Josef Drasch.  − Foto: Reinhold Baier

Mit dem Bauch nach oben treiben die toten Forellen in einem der Fischweiher von Josef Drasch.  − Foto: Reinhold Baier


Fischteichbesitzer Josef Drasch trauert dem reichen Besatz seiner Weiher nach. Am Montag spielte sich in seinen sechs Teichen an der Staatsstraße zwischen Schöllnach und Englfing (Landkreis Deggendorf) die Tragödie ab, die 3500 Fischen das Leben kostete.

Bereits am Samstag hatte laut Polizeibericht ein Landwirt Gülle auf einer Wiese in der Nähe der Fischweiher ausgebracht. Doch am Montag fiel starken Regen und schwemmte die Jauche in die nahe Schöllnacher Ohe. Der Bach speist wiederum Draschs Fischweiher und das Drama nahm seinen Lauf.

Rund 3500 Forellen in allen Größen verendeten in den Weihern, schätzt Drasch. Sein Helfer war gestern noch dabei, alle Weiher abzufischen und das Wasser abzulassen. Erst wenn die Teiche komplett abgelassen sind, lässt sich das ganze Ausmaß der Tragödie absehen. Dennoch schätzt Drasch schon jetzt den finanziellen Schaden auf 3000 bis 5000 Euro. Die Fischkadaver müssen in der Tierkörperbeseitigungsanlage Plattling entsorgt werden. Drasch geht auch davon aus, dass die Weiher etwas ausgebaggert werden müssen, ehe sie eventuell im Frühjahr wieder zu gebrauchen sind. "Aber wenn das öfter der Fall ist, muss man aufhören", sagt er.

Nach Angaben der Polizei hat der Landwirt die vorgeschriebenen Abstände zwischen dem Platz des Ausbringens der Gülle und dem Gewässer offensichtlich eingehalten.  − wetMehr dazu in der Deggendorfer Zeitung vom 7. November.



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