
Hell und großzügig: In der neuen, zweigeschoßigen Aula feierte die Schulfamilie mit den Ehrengästen. Der Galerieflur lässt viel Tageslicht bis ins Erdgeschoß und bietet mit Geländern und Brücken immer wieder neue Perspektiven. − Foto: Roland Binder
Hell und großzügig: In der neuen, zweigeschoßigen Aula feierte die Schulfamilie mit den Ehrengästen. Der Galerieflur lässt viel Tageslicht bis ins Erdgeschoß und bietet mit Geländern und Brücken immer wieder neue Perspektiven. − Foto: Roland Binder
Nach viereinhalb Jahren Bauzeit für Generalsanierung und Erweiterung ist am Montag die Staatliche Realschule Schöllnach feierlich eingeweiht worden. Optimale Voraussetzungen bietet das neue Gebäude nun laut Festredner Kultusstaatssekretär Bernd Sibler für die drei L − Lehren, Lernen und Leben.
Nicht erst seit dem 29. Februar 2008, dem Tag des ersten Spatenstichs, beschäftigt die Sanierung den Landkreis als Sachaufwandsträger. Landrat Christian Bernreiter erinnerte an den "schwierigen, mühsamen und teuren Weg", der im September 2001 mit nach einem Vorfall in Nürnberg vom Kultusministerium verordneten prophylaktischen Messungen der PCB-Belastung. Ergebnis: Es bestand Handlungsbedarf. Nach Probesanierungen und Kontrollmessungen entschieden sich Bauausschuss und Kreistag im Dezember 2004 für eine Generalsanierung des Gebäudes aus dem Jahr 1970. Nach den Vorarbeiten wurde 2006 der Architektenwettbewerb ausgelobt, im September tagte das Preisgericht. Letztendlich startete der Bau Anfang 2008 mit dem Abriss des Hallenbads und der Turnhalle. In drei Bauabschnitten werkelten 120 beteiligte Firmen an Generalsanierung und Erweiterung. Gearbeitet wurde im Bestand und vor allem während des laufenden Schulbetriebs. Bernreiter rechnete mit rund 16,9 Millionen Euro Baukosten am Ende, zuzüglich 1 Million Euro für die Schulausstattung.
Neben den drei L nannte Kultusstaatssekretär Bernd Sibler in seiner Festrede auch die drei R − Räume, Regeln und Riten vereinten Voraussetzung, Miteinander und Orientierung. "Ich will keine jungen Menschen, die nur als funktionierende Rädchen aus der Schule entlassen werden", sagte der Staatssekretär. Er wünsche sich Menschen mit einer breiten Bildung, zu der auch Musik, Kunst und Geschichte gehören. "Wir willen Menschen bilden und keine Fächer ausbilden", betonte Sibler. − wetMehr dazu lesen Sie in der Deggendorfer Zeitung vom 6. November.
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