
Hannelore Kraft (l.) mit den stolzen Vertreterinnen der Redaktion „Der Spickzettel“ vom Gymnasium Niederalteich, Julia Biermeier (M.) und Christine Haimerl. − Foto: Junge Presse Deutschland
Hannelore Kraft (l.) mit den stolzen Vertreterinnen der Redaktion „Der Spickzettel“ vom Gymnasium Niederalteich, Julia Biermeier (M.) und Christine Haimerl. − Foto: Junge Presse Deutschland
Was macht eine gute Schülerzeitung aus? Sie will natürlich zum Lesen verführen! Sie will auch informieren, kommentieren, überzeugen – und die Schülerzeitung will Raum geben, die eigene Meinung zu vertreten, auch Kritik zu üben und sich für die Interessen der Mitschüler stark machen. Das hat die Schirmherrin des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder, Hannelore Kraft, in ihrem Grußwort an die Vertreter der Schülerzeitungsredaktionen aus ganz Deutschland in Berlin erklärt. Und der „Spickzettel“ des Niederalteicher St.-Gotthard-Gymnasiums tut sich da besonders heraus: Er ist die zweitbeste Schülerzeitung Deutschlands in der Kategorie „Gymnasium/Gesamtschule mit Sekundarstufe II“. Julia Biermeier und Christine Haimerl waren in Berlin, um aus der Hand der Schirmherrin, der Präsidentin des Deutschen Bundesrates, den Preis entgegenzunehmen.
„Der Schülerzeitungswettbewerb der Länder hat sich seit Langem zu einem festen Bestandteil innerhalb der bundesweit ausgetragenen Schülerwettbewerbe entwickelt“, so Hannelore Kraft. „Die beeindruckende jährliche Teilnehmerzahl von rund 2000 Schülerzeitungsredaktionen weist darauf hin, dass Schüler mit dem Medium Schülerzeitung ihren Schulalltag mitgestalten wollen.“
Drei Tage lang waren die Vertreter der Redaktionen von der „Jungen Presse Deutschlands“ nach Berlin eingeladen worden. Bei Streifzügen und Workshops wurde ihr Hintergrundwissen vertieft. Christine Haimerl, die derzeitige Leiterin der Redaktion der Schülerzeitung am Gymnasium in Niederalteich, konnte bei der Stadtführung „Der Kampf durch den Lobbydschungel“ durch das Regierungsviertel auf Entdeckertour gehen und an konkreten und aktuellen politischen Beispielen erfahren, wie Lobbyismus in Berlin funktioniert.
Der festliche Höhepunkt war schließlich die Preisverleihung im Bundesrat, bei der alle Redaktionen einzeln nach vorne gerufen wurden, um von Persönlichkeiten wie den Chefredakteuren der Berliner Morgenpost oder des Magazins NEON ihren Preis zu erhalten. Moderiert wurde das Programm von Ralph Caspers, bekannt aus ARD oder dem KiKa.
In insgesamt zwölf Kategorien wurden die Schülerzeitungen ausgezeichnet. In der Laudatio für die einzige ausgezeichnete bayerische Schülerzeitung in der Kategorie Gymnasien, dem „Spickzettel“, heißt es: „Diese Schülerzeitung besticht durch ihr jugendlich, pfiffiges Outfit. Das gelungene Editorial motiviert die Leser, sich schnell einzulesen, und das Impressum ist sehr sorgfältig gestaltet. Ein übersichtlich gestaltetes Inhaltsverzeichnis ergänzt den lebendigen Eindruck. Eine nach Kategorien eingeteilte verschiedenfarbige Seitenrahmung zeigt schnell den Weg zu gewünschten Kapiteln. Die Vielfältigkeit der Themen wird unterstützt durch hervorragendes Layout. Besonders gut gefiel der Jury, dass die Redaktion ihre Fotos, die eine sehr gute Qualität aufweisen, selber gemacht hat und diese auch deutlich kennzeichnet.“ Das war der Jury 500 Euro Preisgeld wert.
„Wir werden davon einen gemeinsamen Schülerzeitungs-Ausflug machen, denn die Redakteure haben viel Freizeit investiert und das darf nun honoriert werden“, kündigte Christine Haimerl an. Begleitet wurden die beiden Redakteurinnen vom ehemaligen Betreuungslehrer Alfred Hüttinger, unter dessen Verantwortung die Siegerzeitung im vergangenen Schuljahr erschien. „Es ist ein schöner Erfolg, der die Arbeit der vergangenen Jahre entlohnt. An unserem Gymnasium wird die journalistische Arbeit der Schüler sowohl vom Direktorat als auch vom Förderverein Schülerzeitung unterstützt. Und dass es sich lohnt, zeigt der 2. Platz auf Bundesebene.“ − dz
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