
Gerade noch rechtzeitig zogen Benjamin Schneider und eine weitere Passantin den Lebensmüden am Samstag aus dem Wasser. Wenige Meter abseits des Radweges war der Mann in den Inn gesprungen. − Foto: Kleiner
Gerade noch rechtzeitig zogen Benjamin Schneider und eine weitere Passantin den Lebensmüden am Samstag aus dem Wasser. Wenige Meter abseits des Radweges war der Mann in den Inn gesprungen. − Foto: Kleiner
Eigentlich wollte Benjamin Schneider am Samstag nur das schöne Wetter nutzen, um mit Hündin Emma einen Ausflug zu machen. Doch was kurz nach Mittag mit Gassigehen am Innradweg zwischen Marktl und Perach (Landkreis Altötting) begann, bekam wenig später eine dramatische Wendung.
Auf Höhe des Badesees sah er etwas abseits vom Radweg, direkt am Inn-Ufer, einen Mann mittleren Alters. "Ich dachte zuerst, er telefoniert, weil er unablässig redete", erinnert sich der 27-Jährige. Dass der Mann allerdings kein Handy hatte, machte Benjamin stutzig. Und nicht nur ihn. Auch eine weitere Gassigeherin − eine Nachbarin des mit sich selbst redenden Mannes − blieb stehen. Auf das ungewollte Publikum reagierte der Anfang 40-Jährige nur mit einem knappen "Passt schon, geht's weiter" − dann sprang er ohne Vorwarnung ins eiskalte Wasser.
Erst als ihm die Kälte immer mehr zusetzte, wurde er zugänglicher für die Rufe der Passanten. Nach einiger Zeit machte er sich auf den Rückweg zum Ufer. Dort zogen ihn Benjamin Schneider und die Nachbarin aus dem Wasser. Wenig später waren die ersten Rettungskräfte vor Ort.
Der Gerettete kam zur intensivmedizinischen Behandlung. Seine Körpertemperatur war zeitweise auf unter 30 Grad gefallen. Lange hätte er es nach Einschätzung der Einsatzkräfte nicht mehr im Wasser ausgehalten. Warum genau er in den Inn gesprungen war, ist unklar. Die Polizei geht von privaten Problemen aus. − cklMehr dazu lesen Sie am Montag, 4. März, im Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger
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