
In der Freudlsperger-Grube an der Nordtangente in Mühldorf dürfen nur schwach belastete Materialien verfüllt werden. Die Frma TechnoSan hat hier aber mehrere tausend Tonnen zu stark kontaminierten Schutt abgeladen, was jetzt zu den behördlichen Ermittlungen und in der Folge zum Entzug der immissionsschutzrechtlichen Betriebserlaubnis geführt hat. − Foto: Schwarz
In der Freudlsperger-Grube an der Nordtangente in Mühldorf dürfen nur schwach belastete Materialien verfüllt werden. Die Frma TechnoSan hat hier aber mehrere tausend Tonnen zu stark kontaminierten Schutt abgeladen, was jetzt zu den behördlichen Ermittlungen und in der Folge zum Entzug der immissionsschutzrechtlichen Betriebserlaubnis geführt hat. − Foto: Schwarz
Am Tag nach der Schließung der Betriebsstätte der Firma TechnoSan am Pilgerweg gab es am Mittwoch erste konkrete behördliche Informationen zu den Hintergründen der Ermittlungen. Wie Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim, auf Nachfrage des Anzeigers erklärt, werde gegen TechnoSan-Geschäftsführer Alexander Czetsch und weitere Mitarbeiter wegen des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfallstoffen nach Paragraph 236 Strafgesetzbuch sowie gegen den Geschäftsführer allein wegen Betrugsverdachts ermittelt.
Ermittlungsführer ist derzeit ein Sachbearbeiter der Operativen Einsatzdienste (OED), laut Sonntag ein "Umweltfachmann" mit engen Kontakten zum Landratsamt und zum Umweltministerium. Die Staatsanwaltschaft Traunstein sei ebenfalls in alle Schritte eingebunden. "Die Ermittlungsbehörden sind mit hohem Engagement und sehr zielstrebig am Werk", so Sonntag. Neben dem Vorwurf des Umweltdelikts gehe es auch um Betrug und dabei wiederum um "viel Geld". Details würden folgen, so heißt es aus Behördenkreisen, wenn weitere Ermittlungen dadurch nicht mehr gefährdet seien.
Nach Information des Anzeigers gibt es mehrere voneinander unabhängige Delikte. Konkret beschrieben wird aber vorerst von der Polizei nur eines: In der Freudlsperger-Kiesgrube an der Nordtangente in Mühldorf wurden mehrere tausend Tonnen Material verfüllt, die laut Analyse-Papieren der Firma TechnoSan geringer belastet waren, als es den Tatsachen entspricht. Dieser Tatbestand wiederum hat laut Presseinformation des Landratsamtes vom Dienstag ausgereicht, um die immissionsschutzrechtliche Betriebserlaubnis zu entziehen und damit den Betrieb der TechnoSan in Neuötting zu stoppen. − ecsAusführlich berichtet der Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger am 15. November.
Eine Niederlage für das Landratsamt Altötting, ein Sieg für die Rechtsextremen: Gut ein Jahr nach...
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