• regioevent.de
  • heimatsport.de
  • am-sonntag.de


pnp.de 23.10.2014

Login

   Jetzt registrieren!   Passwort vergessen?




Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Kastl/Altötting  |  04.09.2013  |  14:24 Uhr

Lebendig im Müll: Tierschützer klagen Altöttinger Mastbetrieb an

von Christoph Kleiner

Lesenswert (54) Lesenswert 38 KommentareKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken






Tausende Tiere auf engstem Raum zeigt die von den Tierschutz-Aktivisten gemachte Aufnahme. Den amtlichen Statistiken zufolge überleben durchschnittlich zwei bis drei Prozent der Hühnchen die Mastzeit nicht. Bei 80 000 Tieren wären das rund 2000 Hühnchen pro Mastzyklus.  − Fotos: Mülln

Tausende Tiere auf engstem Raum zeigt die von den Tierschutz-Aktivisten gemachte Aufnahme. Den amtlichen Statistiken zufolge überleben durchschnittlich zwei bis drei Prozent der Hühnchen die Mastzeit nicht. Bei 80 000 Tieren wären das rund 2000 Hühnchen pro Mastzyklus.  − Fotos: Mülln

Tausende Tiere auf engstem Raum zeigt die von den Tierschutz-Aktivisten gemachte Aufnahme. Den amtlichen Statistiken zufolge überleben durchschnittlich zwei bis drei Prozent der Hühnchen die Mastzeit nicht. Bei 80 000 Tieren wären das rund 2000 Hühnchen pro Mastzyklus.  − Fotos: Mülln


Es sind schwer zu ertragende Bilder. Zigtausende Hühnchen auf engstem Raum zusammengepfercht, halbtote Tiere, die zwischen Kadavern in einem Müllcontainer kauern. Entstanden sein sollen die Aufnahmen in einem Mastbetrieb in Kastl im Landkreis Altötting. Katastrophale Bedingungen werfen Mitglieder einer Tierschutzorganisation dem Betreiber vor. Auch der Landrat spricht von "Sauerei".

Monatelang habe man den Hof beobachtet, berichtet Friedrich Mülln vom Verein "SOKO Tierschutz". Der gebürtige Chiemgauer hat es sich zur Aufgabe gemacht, Verstöße gegen das Tierschutzrecht aufzudecken. Seit 20 Jahren ist er aktiv, doch Verhältnisse wie jetzt in Kastl seien ihm noch nicht untergekommen, sagt er. Nicht die Platznot in den Ställen stößt ihm sauer auf – das habe in der Mast-Industrie System – vielmehr ist es der Umgang mit kranken und für den Handel ungeeigneten Tieren, der Mülln erschüttert. Immer wieder hätten er und seine Mitstreiter beobachten können, wie schwache Exemplare aussortiert und lebendig in der Mülltonne entsorgt worden seien.

Unhaltbare Zustände werfen Tierschutzaktivisten dem Besitzer dieses Mastbetriebs in Kastl nahe Altötting vor. Er soll wiederholt lebende Hühnchen im Müll entsorgt haben.  − Foto: Kleiner

Unhaltbare Zustände werfen Tierschutzaktivisten dem Besitzer dieses Mastbetriebs in Kastl nahe Altötting vor. Er soll wiederholt lebende Hühnchen im Müll entsorgt haben.  − Foto: Kleiner

Unhaltbare Zustände werfen Tierschutzaktivisten dem Besitzer dieses Mastbetriebs in Kastl nahe Altötting vor. Er soll wiederholt lebende Hühnchen im Müll entsorgt haben.  − Foto: Kleiner


Heimlich gemachte Aufnahmen des Vereins zeigen, wie ein flatterndes Tier in den Container geschleudert wird, oder wie versucht wird, ein zappelndes Hühnchen an einem Eimer tot zu schlagen. Im Zuge seiner Tierschutztätigkeit sei er schon in den USA und in China gewesen, derartiges aber sei ohne Beispiel, sagt Friedrich Mülln.

Hofbesitzer Franz H. dagegen hat für die Vorwürfe nur ein Wort übrig: "Blödsinn". Von einem bewussten Wegwerfen lebender Hühnchen könne keine Rede sein. Vor der Entsorgung würden alle Tiere erschlagen. Es könne höchstens sein, "dass danach hie und da wieder eines aufsteht", so seine Erklärung. Wenn, dann sei das ein Versehen und keine Absicht.

Beim Landratsamt Altötting indes will man die Vorwürfe ernst nehmen. Ein tierschutzrechtliches Verfahren soll klären, ob dem Hofbesitzer die Betriebserlaubnis entzogen wird. Zudem hat der Hauptauftraggeber Wiesenhof Schritte angekündigt. Gegenüber der PNP bestätigte der Mutterkonzern, dass man den Vertrag gekündigt und Anzeige erstattet habe. Die in den Videoaufnahmen gezeigte "Art und Weise der Nottötungen an selektierten, nicht lebensfähigen Tieren" stelle "einen klaren Verstoß gegen das geltende Tierschutzrecht" dar – auch wenn es bei internen Kontrollen, auch unangemeldeten, in der Vergangenheit keine Verstöße gegeben habe.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 5. September, in der Passauer Neuen Presse oder als registrierter Abonnent hier.



Ausführliche Berichte aus der Zeitung: Einzelausgabe als PDF online kaufen | Bereich für Abonnenten





Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2014
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




article
943479
Kastl/Altötting
Lebendig im Müll: Tierschützer klagen Altöttinger Mastbetrieb an
Es sind schwer zu ertragende Bilder. Zigtausende Hühnchen auf engstem Raum zusammengepfercht, halbtote Tiere, die zwischen Kadavern in einem Müllcontainer kauern. Entstanden sein sollen die Aufnahmen in einem Mastbetrieb in Kastl im Landkreis Al
http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_altoetting/landkreis_altoetting/943479_Lebendig-im-Muell-Tierschuetzer-klagen-Altoettinger-Mastbetrieb-an.html
2013-09-04 14:24:00
http://www.pnp.de/_em_daten/_ngen/2013/09/05/teaser/130905_0158_29_41336903_hager_stall1_teaser.jpg
news



Anzeige









Anzeige





Anzeige











So sieht der verschwundene Glasengel aus. Sebastians Schwester und ihr Freund hatten ihn besorgt, um der Mutter eine kleine Freude in der ohnehin harten Zeit zu bereiten. − Foto: Privat

Wer macht so etwas und vor allem, warum? Diese Frage stellen sich Geschäftsinhaber Dieter Kampe und...



Kellner und inzwischen Kenner im Fach Latein – Björn Puscha hat in dieser Rolle im Bayerischen Fernsehen Erfolg. − Foto: Kammerstätter

Dass er ausgerechnet mit Latein einmal im Fernsehen Erfolg haben würde, hätte sich der Burghauser...



Blitzende Fahrzeugkarosserien sind seit wenigen Tagen wieder im Autohaus an der Erhartinger Straße 52 zu sehen. − Foto: Brandl

In das Autohaus an der Erhartinger Straße 52 in Töging (Landkreis Altötting) kommt wieder Leben: In...



− Fotos: Kleiner

Bei einem schweren Unfall auf der B12 zwischen Marktl (Landkreis Altötting) und Simbach am Inn...



Der Golf des Burghausers landete auf dem Dach. Die Feuerwehr rückte zur Bergung aus. − Foto: Feuerwehr

Mit leichten Verletzungen ist ein 87-jähriger Burghauser davongekommen, als er mit seinem Auto auf...





Das ehemalige Molkereigelände Napoleonshöhe bietet einen derzeit künstlerisch genutzten Blick auf die Burg. 7000 des 9300 Quadratmeter großen Geländes gehören der Stadt. Die Überlegungen gehen in Richtung gehobenes Wohnen für Senioren, Anfragen von Bauträgern sind da. − F.: rw

Im Bauausschuss hat Bürgermeister Hans Steindl Flächen in der Stadt vorgestellt...



"Unsere Häuser haben gewackelt, unsere Terrassen und Fenster vibrieren": Die Begleiterscheinungen der Verdichtungsarbeiten auf dem Volksfestplatz in Töging missfallen den Nachbarn. − Foto: Brandl

Der Beginn der Bauarbeiten für ein Einkaufszentrum auf dem bisherigen Volksfestplatz von Töging...



−Symbolbild dpa

Mit betrunkenen Auto- und Lkw-Fahrern, auch Radlern und Fußgängern, hat es die Polizei tagtäglich zu...



Der Herbstmarkt hat auch am Sonntag wieder sein Publikum gefunden – vor allem am Nachmittag. − Fotos: Lambach

Ein richtig goldener Herbsttag, Temperaturen über 20 Grad, ein bunter Markt und ein verkaufsoffener...



Mit Spitzbrüsten und Latexstrümpfen lief die Ritterkarikatur am Sonntag über die Burg. − Foto: Piffer

Ein "damischer" Ritter brachte am Sonntag viele Burgbesucher zum Schmunzeln...





Die Variante Nord des Kreisverkehrs (unten links nur zum Teil abgebildet) hat den Vorteil, dass genügend Platz bleibt, um eine separate Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage auf die Marktler Straße zu bauen. −Entwurf: ing/SES

Die Informationsveranstaltung zum Salzachzentrum am Mittwochabend im Bürgerhaus wurde zu einer...



− Foto: Kleiner

Unbekannte haben am islamischen Kulturzentrum Oberschroffen nahe Unterneukirchen (Lkr...