• regioevent.de
  • heimatsport.de
  • am-sonntag.de


pnp.de 2.09.2015

Nutzer:  Passwort:   Login





Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




Kastl/Altötting  |  04.09.2013  |  14:24 Uhr

Lebendig im Müll: Tierschützer klagen Altöttinger Mastbetrieb an

von Christoph Kleiner

Lesenswert (54) Lesenswert 38 KommentareKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken merken merken






Tausende Tiere auf engstem Raum zeigt die von den Tierschutz-Aktivisten gemachte Aufnahme. Den amtlichen Statistiken zufolge überleben durchschnittlich zwei bis drei Prozent der Hühnchen die Mastzeit nicht. Bei 80 000 Tieren wären das rund 2000 Hühnchen pro Mastzyklus.  − Fotos: Mülln

Tausende Tiere auf engstem Raum zeigt die von den Tierschutz-Aktivisten gemachte Aufnahme. Den amtlichen Statistiken zufolge überleben durchschnittlich zwei bis drei Prozent der Hühnchen die Mastzeit nicht. Bei 80 000 Tieren wären das rund 2000 Hühnchen pro Mastzyklus.  − Fotos: Mülln

Tausende Tiere auf engstem Raum zeigt die von den Tierschutz-Aktivisten gemachte Aufnahme. Den amtlichen Statistiken zufolge überleben durchschnittlich zwei bis drei Prozent der Hühnchen die Mastzeit nicht. Bei 80 000 Tieren wären das rund 2000 Hühnchen pro Mastzyklus.  − Fotos: Mülln


Es sind schwer zu ertragende Bilder. Zigtausende Hühnchen auf engstem Raum zusammengepfercht, halbtote Tiere, die zwischen Kadavern in einem Müllcontainer kauern. Entstanden sein sollen die Aufnahmen in einem Mastbetrieb in Kastl im Landkreis Altötting. Katastrophale Bedingungen werfen Mitglieder einer Tierschutzorganisation dem Betreiber vor. Auch der Landrat spricht von "Sauerei".

Monatelang habe man den Hof beobachtet, berichtet Friedrich Mülln vom Verein "SOKO Tierschutz". Der gebürtige Chiemgauer hat es sich zur Aufgabe gemacht, Verstöße gegen das Tierschutzrecht aufzudecken. Seit 20 Jahren ist er aktiv, doch Verhältnisse wie jetzt in Kastl seien ihm noch nicht untergekommen, sagt er. Nicht die Platznot in den Ställen stößt ihm sauer auf – das habe in der Mast-Industrie System – vielmehr ist es der Umgang mit kranken und für den Handel ungeeigneten Tieren, der Mülln erschüttert. Immer wieder hätten er und seine Mitstreiter beobachten können, wie schwache Exemplare aussortiert und lebendig in der Mülltonne entsorgt worden seien.

Unhaltbare Zustände werfen Tierschutzaktivisten dem Besitzer dieses Mastbetriebs in Kastl nahe Altötting vor. Er soll wiederholt lebende Hühnchen im Müll entsorgt haben.  − Foto: Kleiner

Unhaltbare Zustände werfen Tierschutzaktivisten dem Besitzer dieses Mastbetriebs in Kastl nahe Altötting vor. Er soll wiederholt lebende Hühnchen im Müll entsorgt haben.  − Foto: Kleiner

Unhaltbare Zustände werfen Tierschutzaktivisten dem Besitzer dieses Mastbetriebs in Kastl nahe Altötting vor. Er soll wiederholt lebende Hühnchen im Müll entsorgt haben.  − Foto: Kleiner


Heimlich gemachte Aufnahmen des Vereins zeigen, wie ein flatterndes Tier in den Container geschleudert wird, oder wie versucht wird, ein zappelndes Hühnchen an einem Eimer tot zu schlagen. Im Zuge seiner Tierschutztätigkeit sei er schon in den USA und in China gewesen, derartiges aber sei ohne Beispiel, sagt Friedrich Mülln.

Hofbesitzer Franz H. dagegen hat für die Vorwürfe nur ein Wort übrig: "Blödsinn". Von einem bewussten Wegwerfen lebender Hühnchen könne keine Rede sein. Vor der Entsorgung würden alle Tiere erschlagen. Es könne höchstens sein, "dass danach hie und da wieder eines aufsteht", so seine Erklärung. Wenn, dann sei das ein Versehen und keine Absicht.

Beim Landratsamt Altötting indes will man die Vorwürfe ernst nehmen. Ein tierschutzrechtliches Verfahren soll klären, ob dem Hofbesitzer die Betriebserlaubnis entzogen wird. Zudem hat der Hauptauftraggeber Wiesenhof Schritte angekündigt. Gegenüber der PNP bestätigte der Mutterkonzern, dass man den Vertrag gekündigt und Anzeige erstattet habe. Die in den Videoaufnahmen gezeigte "Art und Weise der Nottötungen an selektierten, nicht lebensfähigen Tieren" stelle "einen klaren Verstoß gegen das geltende Tierschutzrecht" dar – auch wenn es bei internen Kontrollen, auch unangemeldeten, in der Vergangenheit keine Verstöße gegeben habe.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 5. September, in der Passauer Neuen Presse oder als registrierter Abonnent hier.








Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2015
Dokument erstellt am
Letzte √Ąnderung am




article
943479
Kastl/Altötting
Lebendig im Müll: Tierschützer klagen Altöttinger Mastbetrieb an
Es sind schwer zu ertragende Bilder. Zigtausende Hühnchen auf engstem Raum zusammengepfercht, halbtote Tiere, die zwischen Kadavern in einem Müllcontainer kauern. Entstanden sein sollen die Aufnahmen in einem Mastbetrieb in Kastl im Landkreis Al
http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_altoetting/landkreis_altoetting/943479_Lebendig-im-Muell-Tierschuetzer-klagen-Altoettinger-Mastbetrieb-an.html?em_cnt=943479
2013-09-04 14:24:00
http://www.pnp.de/_em_daten/_ngen/2013/09/05/teaser/130905_0158_29_41336903_hager_stall1_teaser.jpg
news



Anzeige







Anzeige





Anzeige











Seit Ende August ist im österreichischen Ried der Wunsch Wirklichkeit. Das Einkaufszentrum Weberzeile ging in Betrieb. − Foto: SES/ KarinLohberger

Burghausens Bürgermeister Hans Steindl ist überzeugt: Ein Einkaufszentrum in Burghausen hat noch...



− Foto: Wacker

Alle zwei Jahre treten Auszubildende, Studenten und junge Fachkräfte aus allen Teilen der Welt zu...



Zu einem jähen Ende der Badesaison in Burgkirchen haben sich die Bäderbetriebe Burghausen entschlossen. Der Grund liegt im aktuellen Wetterumschwung. − Foto: Gerlitz

Die Saison im Freibad Burgkirchen/Alz endet witterungsbedingt am Donnerstag, 3...



Inszenierung Lady mit Pudel: Gabi Blum nennt ihre Arbeit "Gabi Blum, Hands on Martin Eder / VIVA SOLITUDE", 2011. − Foto: Gabi Blum und VG Bildkunst

Die Spielwiese ist groß, auf der Fotografie die Malerei umgarnt. Da werden 100 Städteansichten...



Immer wieder sind beim Altöttinger Landratsamt Flaschen, Müll und andere Spuren von nächtlichen...





An den weiß-türkisen Flecken in den Scherengelenken sind die Signalkrebse zu erkennen. Die aggressiven Tierchen aus Nordamerika vertreiben zunehmend die heimischen Edelkrebse. −Foto: dpa

In der Isen treibt er sich bereits rum, auch in der Mangfall wurde er gesichtet...



Über Lackschäden ärgern sich Autofahrer in Neuötting und Winhöring. Die Unfallverursacher machten sich einfach aus dem Staub. Symbolfoto: dpa

Innerhalb von nur drei Tagen sind gleich zwei Fälle von Unfallflucht angezeigt worden – in...



Einst gab es es 46 Wehrtürme. Die berühmtesten sind die drei Pfefferbüchsen zur Stadtseite hin. Dahinter liegt das Zeughaus als eines von drei Magazinen für Nahrung und Waffen. − Foto: Kaiser

Vor allem die Expansionsbemühungen der Osmanen fürchteten die reichen Herzöge von Bayern-Landshut...



Mitglieder und Interessenten der "Solidarischen Landwirtschaft Blümlhof" auf ihrem Gemüsebeet im Süden der Gemeinde Burgkirchen. Ein gelernter Gärtner erklärt, wie das Hacken am besten gegen Unkraut wirkt. − Foto: Gerlitz

"Solidarische Landwirtschaft" nennen die Bio-Bauern Elke und Hubert Hochreiter ihre Idee einer neuen...



Setzt auf Wackers Heimstärke: Trainer Uwe Wolf. − Foto: Butzhmammer

Vor dreieinhalb Wochen war das Ergebnis eindeutig: Mit 4:1 behielt der SV Wacker Burghausen am 5...





An den weiß-türkisen Flecken in den Scherengelenken sind die Signalkrebse zu erkennen. Die aggressiven Tierchen aus Nordamerika vertreiben zunehmend die heimischen Edelkrebse. −Foto: dpa

In der Isen treibt er sich bereits rum, auch in der Mangfall wurde er gesichtet...



− Foto: Csellich

Anscheinend wollte Milina Liana Baisel aus Altötting nicht einfach nur zur Welt kommen – es...



− Foto: dpa

Zwischen einem 47-jährigen Australier und einem 25-jährigen Altöttinger ist es in der Nacht auf...



Mitglieder und Interessenten der "Solidarischen Landwirtschaft Blümlhof" auf ihrem Gemüsebeet im Süden der Gemeinde Burgkirchen. Ein gelernter Gärtner erklärt, wie das Hacken am besten gegen Unkraut wirkt. − Foto: Gerlitz

"Solidarische Landwirtschaft" nennen die Bio-Bauern Elke und Hubert Hochreiter ihre Idee einer neuen...