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Kastl/Altötting  |  04.09.2013  |  14:24 Uhr

Lebendig im Müll: Tierschützer klagen Altöttinger Mastbetrieb an

von Christoph Kleiner

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Tausende Tiere auf engstem Raum zeigt die von den Tierschutz-Aktivisten gemachte Aufnahme. Den amtlichen Statistiken zufolge überleben durchschnittlich zwei bis drei Prozent der Hühnchen die Mastzeit nicht. Bei 80 000 Tieren wären das rund 2000 Hühnchen pro Mastzyklus.  − Fotos: Mülln

Tausende Tiere auf engstem Raum zeigt die von den Tierschutz-Aktivisten gemachte Aufnahme. Den amtlichen Statistiken zufolge überleben durchschnittlich zwei bis drei Prozent der Hühnchen die Mastzeit nicht. Bei 80 000 Tieren wären das rund 2000 Hühnchen pro Mastzyklus.  − Fotos: Mülln

Tausende Tiere auf engstem Raum zeigt die von den Tierschutz-Aktivisten gemachte Aufnahme. Den amtlichen Statistiken zufolge überleben durchschnittlich zwei bis drei Prozent der Hühnchen die Mastzeit nicht. Bei 80 000 Tieren wären das rund 2000 Hühnchen pro Mastzyklus.  − Fotos: Mülln


Es sind schwer zu ertragende Bilder. Zigtausende Hühnchen auf engstem Raum zusammengepfercht, halbtote Tiere, die zwischen Kadavern in einem Müllcontainer kauern. Entstanden sein sollen die Aufnahmen in einem Mastbetrieb in Kastl im Landkreis Altötting. Katastrophale Bedingungen werfen Mitglieder einer Tierschutzorganisation dem Betreiber vor. Auch der Landrat spricht von "Sauerei".

Monatelang habe man den Hof beobachtet, berichtet Friedrich Mülln vom Verein "SOKO Tierschutz". Der gebürtige Chiemgauer hat es sich zur Aufgabe gemacht, Verstöße gegen das Tierschutzrecht aufzudecken. Seit 20 Jahren ist er aktiv, doch Verhältnisse wie jetzt in Kastl seien ihm noch nicht untergekommen, sagt er. Nicht die Platznot in den Ställen stößt ihm sauer auf – das habe in der Mast-Industrie System – vielmehr ist es der Umgang mit kranken und für den Handel ungeeigneten Tieren, der Mülln erschüttert. Immer wieder hätten er und seine Mitstreiter beobachten können, wie schwache Exemplare aussortiert und lebendig in der Mülltonne entsorgt worden seien.

Unhaltbare Zustände werfen Tierschutzaktivisten dem Besitzer dieses Mastbetriebs in Kastl nahe Altötting vor. Er soll wiederholt lebende Hühnchen im Müll entsorgt haben.  − Foto: Kleiner

Unhaltbare Zustände werfen Tierschutzaktivisten dem Besitzer dieses Mastbetriebs in Kastl nahe Altötting vor. Er soll wiederholt lebende Hühnchen im Müll entsorgt haben.  − Foto: Kleiner

Unhaltbare Zustände werfen Tierschutzaktivisten dem Besitzer dieses Mastbetriebs in Kastl nahe Altötting vor. Er soll wiederholt lebende Hühnchen im Müll entsorgt haben.  − Foto: Kleiner


Heimlich gemachte Aufnahmen des Vereins zeigen, wie ein flatterndes Tier in den Container geschleudert wird, oder wie versucht wird, ein zappelndes Hühnchen an einem Eimer tot zu schlagen. Im Zuge seiner Tierschutztätigkeit sei er schon in den USA und in China gewesen, derartiges aber sei ohne Beispiel, sagt Friedrich Mülln.

Hofbesitzer Franz H. dagegen hat für die Vorwürfe nur ein Wort übrig: "Blödsinn". Von einem bewussten Wegwerfen lebender Hühnchen könne keine Rede sein. Vor der Entsorgung würden alle Tiere erschlagen. Es könne höchstens sein, "dass danach hie und da wieder eines aufsteht", so seine Erklärung. Wenn, dann sei das ein Versehen und keine Absicht.

Beim Landratsamt Altötting indes will man die Vorwürfe ernst nehmen. Ein tierschutzrechtliches Verfahren soll klären, ob dem Hofbesitzer die Betriebserlaubnis entzogen wird. Zudem hat der Hauptauftraggeber Wiesenhof Schritte angekündigt. Gegenüber der PNP bestätigte der Mutterkonzern, dass man den Vertrag gekündigt und Anzeige erstattet habe. Die in den Videoaufnahmen gezeigte "Art und Weise der Nottötungen an selektierten, nicht lebensfähigen Tieren" stelle "einen klaren Verstoß gegen das geltende Tierschutzrecht" dar – auch wenn es bei internen Kontrollen, auch unangemeldeten, in der Vergangenheit keine Verstöße gegeben habe.

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