
Wieder vereint: Max Unterreiner mit Streifi. − Foto: Geigenberger
Wieder vereint: Max Unterreiner mit Streifi. − Foto: Geigenberger
Katzen haben sieben Leben, heißt es. Die sechsjährige Streifi der Familie Unterreiner aus Unterau hat mindestens eines bereits verbraucht: In der Nacht vom 28. auf den 29. Januar war sie angefahren worden. Sie blieb verletzt liegen, mitten auf der B588, mitten in der Nacht. Uwe Parnitzki war da gerade mit seiner Partnerin auf dem Weg nach Hause. Sie waren in Altötting zum Essen aus, man wollte eigentlich schnell heim. Plötzlich tauchte vor ihrem Auto die leblose Katze auf. Parnitzki wich aus: "Ich hab noch gesehen, wie ihre Augen im Scheinwerferlicht geleuchtet haben", erinnert sich der 49-Jährige. Dann drehte er um.
"Eigentlich wollten wir die angefahrene Katze nur zur Seite räumen", erklärt Parnitzki. Denn dass sie noch am Leben war, das hatte er zunächst nicht gedacht. "Wir wollten eigentlich nur, dass nicht noch mehr Autofahrer über das tote Tier fahren." Doch Streifi lebte noch, auch wenn sie am ganzen Körper blutete. Behutsam legte er sie auf ein Stück Teppich aus dem Auto. "Dann fuhren wir zur Polizei in Altötting. Wir wussten schließlich nicht, wohin." Es war bereits weit nach Mitternacht.
Inzwischen geht es Streifi schon wieder richtig gut, auch wenn sie noch ein wenig hinkt. "Aber wahrscheinlich geht sie schon bald wieder auf Jagd", denkt Sohn Max Unterreiner. Denn egal ob Maus, Vogel oder auch mal eine Ratte, nichts sei vor der 6-jährigen Katze sicher. Doch bei aller Freude, dass ihre Katze den Unfall so glücklich überstanden hat: Unterreiners befürchten, dass er Streifi keine Lehre sein wird. "Sie wird sicher auch weiter zur Bundesstraße laufen", glaubt Anneliese Unterreiner. "Auch wenn Katzen sieben Leben haben sollen: Ein zweites Mal wird Streifi vielleicht nicht so viel Glück haben." − jagMehr zum Thema lesen Sie am Dienstag, 14. Februar, im Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger.
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