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Burgkirchen  |  10.11.2012  |  11:39 Uhr

Alz-Katastrophe: Verfahren wird wohl eingestellt

von Christoph Kleiner

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Acht Monate nachdem eine Chemikalie die Alz auf 15 Kilometer Länge verseucht hat, steht die juristische Aufarbeitung des Falles vor dem Abschluss. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein am Donnerstag gegenüber der PNP erklärte, werde das Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage wohl eingestellt.

6,5 Tonnen Fischkadaver waren nach dem Unfall aus der Alz gezogen worden. Die tatsächliche Menge an verendeten Tieren wird auf ein Mehrfaches geschätzt.  − Foto: Archiv PNP

6,5 Tonnen Fischkadaver waren nach dem Unfall aus der Alz gezogen worden. Die tatsächliche Menge an verendeten Tieren wird auf ein Mehrfaches geschätzt.  − Foto: Archiv PNP

6,5 Tonnen Fischkadaver waren nach dem Unfall aus der Alz gezogen worden. Die tatsächliche Menge an verendeten Tieren wird auf ein Mehrfaches geschätzt.  − Foto: Archiv PNP


In der Nacht auf den 7. März hatte ein Brand im Industriepark Gendorf nahe Altötting eine Katastrophe ausgelöst. Hunderte Kilo einer in der Waschmittelproduktion verwendeten Chemikalie gelangten in die Alz. Tausende Fische verendeten. Gebrannt hatte es zudem, weil ein Beschäftigter ein falsches Ventil geöffnet hatte. Die Sicherheitssysteme sprangen zu spät an.

Als Hauptverursacher hat die Staatsanwaltschaft zwei Beschäftigte des Werks ausgemacht. Zum einen denjenigen, der das Ventil geöffnet hatte. Zum anderen einen Beschäftigten der Leitstelle. Er soll die Regler des Kanals nicht rechtzeitig betätigt haben. Gegen beide hat die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Gewässerverunreinigung eine Geldauflage festgesetzt, bei erstgenanntem Mitarbeiter zusätzlich wegen fahrlässiger Brandstiftung.

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