
Franz Wallner (Überparteiliche Bürgerliste; 29,61 Prozent; rechts) und Johann Krichenbauer (Freie Wähler, 28,39 Prozent) schafften den Einzug in die Stichwahl
Franz Wallner (Überparteiliche Bürgerliste; 29,61 Prozent; rechts) und Johann Krichenbauer (Freie Wähler, 28,39 Prozent) schafften den Einzug in die Stichwahl
Bei der Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Burgkirchen (Landkreis Altötting) am Sonntag musste der Wunschkandidat in allen Wahllokalen mit Bleistift angekreuzt werden. Das sorgte überall für Nachfragen, bei einigen Wählern auch für Unmut und Protest.
Auf Nachfrage im Rathaus erklärte Zweite Bürgermeisterin und Wahlleiterin Rita Burggraf, das Vorgehen bei der Bürgermeisterwahl sei mit der Rechtsaufsichtsbehörde abgestimmt gewesen. Weißes Papier sei vorgeschrieben gewesen und nach Absprache mit dem Landratsamt habe die Gemeinde Bleistifte ausgelegt. "Das ist aber nichts Neues", betonte Rita Burggraf. "Ich kann mich durch eigene Tätigkeit als Wahlhelfer erinnern, dass auch früher schon mit Bleistift angekreuzt wurde."
Nach Burggrafs Erklärung war die Absicht, dass beim Verlassen der Wahlkabine auf keinen Fall durch das durchscheinende Papier hindurch erkannt werden kann, wie der Wähler abgestimmt hat. "Kugelschreiber hätte sich durchdrücken können und Filzstift hätte durchscheinen können", so Rita Burggraf weiter.
Die Wahlleiterin hob hervor, dass die Stimmenauszählung grundsätzlich öffentlich stattfindet: "Jeder kann zuschauen und sich davon überzeugen, dass nicht radiert wird. Außerdem sind die Wahlvorstände immer aus verschiedenen Parteien zusammengesetzt. Schließlich ist gar keine Zeit für Fälschungen, weil ja die Schnellmeldung ans Rathaus abgesetzt wird." Laut Wahlleiterin akzeptierten die meisten Wähler die Bleistifte.
In die Stichwahl waren Franz Wallner (Überparteiliche Bürgerliste; 29,61 Prozent) und Johann Krichenbauer (Freie Wähler, 28,39 Prozent) eingezogen. Hier finden Sie den archivierten Liveticker und Video-Livestream vom Wahlabend. − geMehr zum Thema lesen Sie am Dienstag, 6. November, im Alt-Neuöttinger Anzeiger
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