
Sie sind aus Ton hergestellt und stammen aus der Salzach: Steine, in die mit Linien ein regelmäßiges Muster eingebrannt ist oder, die kleine konische Löcher wie in einem Gitternetz aufweisen. Möglicherweise dienten die Löcher der Aufnahme von Bürstenhaaren. − Fotos: Spindler
Sie sind aus Ton hergestellt und stammen aus der Salzach: Steine, in die mit Linien ein regelmäßiges Muster eingebrannt ist oder, die kleine konische Löcher wie in einem Gitternetz aufweisen. Möglicherweise dienten die Löcher der Aufnahme von Bürstenhaaren. − Fotos: Spindler
Auf Kiesbänken entlang der Salzach sind gebrannte Tonscherben ein häufiges Fundstück. Auf den ersten Blick verbindet man nichts Besonderes mit ihnen. Bei genauerer Betrachtung erschließt sich jedoch eine auffällige Gemeinsamkeit der Tonstücke. Regelmäßig angeordnete, konische, also kegelförmige Löcher sind in die Steine gebohrt. Auch Fundstücke mit Rautenmuster sind zu entdecken. "Wasch- oder Bürstensteine" könnten es sein, wenn es nach dem Burghauser Ernst-Josef Spindler geht. Die Fundstücke mit den Vertiefungen lassen dem Hobbyforscher zufolge einen solchen Schluss zu. Wie genau die Steine verwendet wurden, kann auch er nur vermuten. Doch Spindler ist entschlossen, das Geheimnis zu lüften.
Spindlers Recherchen, wer über die Steine mehr wissen könnte, sind umfangreich. Pinsel- und Bürstenmuseen, Salzachkieselexperten, Heimatmuseen, das Internet, doch auf der Suche nach "Primärliteratur" ist er noch nicht fündig geworden. Seine Hoffnung ist es über den Anzeiger passende Steinexperten zu finden.
Er fasst seine Fragestellungen wie folgt zusammen: "Gibt es in einem Heimatmuseum noch alte Bürsten aus gebranntem Ton?, Kennt jemand solche Bürsten?, Gibt es solche Steine auch in anderen (Alpen)-Flüssen?, Gibt es andere Verwendungszwecke für dieserart geformte Körper?" Der Burghauser ist per E-Mail unter ernst-josef.spindler@web.de oder per Telefon
08677/62683 für Ideengeber und weitere Informationen erreichbar. − redMehr zu diesem Thema lesen Sie am 7. Januar im Alt-Neuöttinger bzw. Burghauser Anzeiger.

Ernst-Josef Spindler spürt dem Geheimnis der seltsam geformten Tonsteine nach. Hier zeigt ihm Elisabeth Bente vom Fotomuseum einen so genannten Waschstein, den sie selbst gefunden hat.
Ernst-Josef Spindler spürt dem Geheimnis der seltsam geformten Tonsteine nach. Hier zeigt ihm Elisabeth Bente vom Fotomuseum einen so genannten Waschstein, den sie selbst gefunden hat.
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