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Altötting  |  20.08.2013  |  17:36 Uhr

Damit die Vereinskasse weiter klingelt

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Kompliziert sieht er aus, der IBAN-Code, der nach und nach Kontonummern und Bankleitzahlen ersetzt. Während Privatpersonen eine Übergangsfrist bis 2016 bleibt, müssen Vereine schon 2014 umstellen.  − Foto: dpa

Kompliziert sieht er aus, der IBAN-Code, der nach und nach Kontonummern und Bankleitzahlen ersetzt. Während Privatpersonen eine Übergangsfrist bis 2016 bleibt, müssen Vereine schon 2014 umstellen.  − Foto: dpa

Kompliziert sieht er aus, der IBAN-Code, der nach und nach Kontonummern und Bankleitzahlen ersetzt. Während Privatpersonen eine Übergangsfrist bis 2016 bleibt, müssen Vereine schon 2014 umstellen.  − Foto: dpa


 Egal ob Gartenbauverein, Männerchor oder Kegelclub: Die meisten Vereine in Deutschland sind noch nicht ausreichend auf SEPA eingestellt. Das muss sich bis zum 1. Februar 2014 ändern, andernfalls könnten viele Vereine Schwierigkeiten damit bekommen, Mitgliedsbeiträge einzuziehen und Rechnungen zu bezahlen. Denn anders als für Privatpersonen gibt es für sie keine Übergangsfrist. In sieben Schritten erklärt die Bundesbank, was jeder Vereinskassier beim Umstieg beachten sollte:

 Schritt 1: Gläubiger-Identifikationsnummer beantragen. Jeder Verein, der die Mitgliedsbeiträge via Lastschriftverfahren einzieht, benötigt seine Gläubiger-Identifikationsnummer. Als ersten Schritt zur Umstellung auf SEPA sollte sie darum bei der Deutschen Bundesbank beantragt werden (www.glaeubiger-id.bundesbank.de).

 Schritt 2: Inkassovereinbarung mit der Hausbank. Um am SEPA-Lastschriftverfahren teilnehmen zu können, muss der Verein von seiner Bank dafür zugelassen werden. Die Ansprechpartner in der Hausbank helfen hier weiter.

 Schritt 3: Umstellung der Stammdaten. Da ein Verein die Beiträge von den Konten seiner Mitglieder einzieht, muss er deren Kontodaten auf IBAN und BIC umstellen. Um den bürokratischen Aufwand im Rahmen zu halten, bietet die Kreditwirtschaft Programme zur Konvertierung an. Die Mitgliederdaten können aber auch direkt abgefragt werden. Die Vereine selbst müssen ihre Kontodaten ebenfalls umstellen und darauf achten, dass ihre Geschäftspapiere (z. B. Briefpapier, Rechnungen) angepasst werden.

 Schritt 4: Das SEPA-Lastschriftmandat. Um die Mitgliedsbeiträge einziehen zu können, benötigt der Verein die Erlaubnis jedes einzelnen Mitglieds: das sogenannte SEPA-Lastschriftmandat. Bereits bestehende Einzugsermächtigungen gelten weiterhin. Bei Altmitgliedern muss also kein neues Mandat eingeholt werden. Die Vereinsmitglieder müssen lediglich über die Umstellung informiert werden (siehe Schritt 6). Von jedem, der dem Verein neu beitritt und seine Beiträge via SEPA-Lastschrift abbuchen lässt, muss nun statt der Einzugsermächtigung ein SEPA-Lastschriftmandat vorliegen. Die Vorlage für die Mandatstexte findet sich in der Regel in den Inkassobedingungen der Hausbank.

 Schritt 5: Mandatsreferenznummer festlegen. Für jede SEPA-Lastschrift muss eine individuelle Mandatsreferenznummer festgelegt werden, die maximal 35 Zeichen (Buchstaben und Zahlen) umfassen darf. Sie könnte beispielsweise aus dem Namen und der Mitgliedsnummer eines Vereinsmitglieds bestehen.

 Schritt 6: Mitglieder informieren. Vor der ersten Anwendung muss jedes Mitglied vom Verein darüber informiert werden, dass künftig SEPA-Lastschriften eingezogen werden. Hierzu gibt es Musterschreiben im Internet (www.sepadeutschland.de/sepa-fuer-vereine).

 Schritt 7: Was sonst noch zu beachten ist. Nun kann das SEPA-Lastschriftverfahren starten. Zu berücksichtigen ist, dass jedes Mitglied mindestens zwei Wochen vor Abbuchung des Beitrags über die Höhe und das Abbuchungsdatum informiert werden muss. Dies kann beispielsweise mit der Jahresabrechnung geschehen. Bei SEPA-Basislastschriften ist außerdem zu beachten, die Lastschrift frühzeitig bei der Bank einzureichen: vor der ersten Abbuchung sind fünf Tage Vorlauffrist einzuplanen, bei Folgeabbuchungen zwei Tage.  − cklMehr dazu lesen Sie am Mittwoch, 21. August, im Alt-Neuöttinger/Burghauser Anzeiger








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