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„Buddy Holly“ aus dem Rottal auf dem Weg zum Superstar
Eggenfelden/Köln. Er ist schrill, er hat Courage und er ist Niederbayerns neuer Held: Der 17-jährige Eggenfeldener Daniel Küblböck sprengte bei der RTL-Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" am Samstag, 23. November, alle Grenzen. "Du hast doch eine Schraube locker", hatte Jury-Mitglied Dieter Bohlen nach dem ersten Auftritt des Niederbayern festgestellt. Von über 10 000 Bewerbern wurde er dennoch oder gerade deshalb unter die besten 30 Nachwuchstalente gewählt.
Allein sein extravagantes Outfit hatte Daniel, der offenbar den Rock 'n' Roller Buddy Holly zu seinen Vorbildern zählt, aus der Menge der potenziellen Stars herausgehoben. Mit den strähnigen, zum Pferdeschwanz gebundenen Haaren, der auffälligen Brille und der viel zu kurzen Krawatte, die lose über der Strickjacke baumelte, stach er der Jury ins Auge. Dass Daniel, wie er versichert, das alles "nur so aus Gaudi" macht, beweist sein lockerer Auftritt vor dem Auswahlgremium. "Mir war klar, dass ich den Text nicht kann", erzählt der 17-Jährige von seiner letzten Gesangsdarbietung. Eigentlich habe er "Flying without wings" von "Westlife" singen wollen. Was dann aber über seine Lippen kam, darüber kann er heute nur noch lachen: "Der Versuch, meinen frei erfundenen Text zu übersetzen, ist kläglich gescheitert."
Daniel überzeugte die Jury aber trotzdem. Neben seiner glockenhellen Stimme kamen die Musikexperten an der beeindruckenden Persönlichkeit des geborenen Hutthurmers (Lkr. Passau) nicht vorbei. Er hat sich ein selbstbewusstes Lebensmotto zurechtgelegt: "Wir Niederbayern müssen uns nicht verstecken, wir sind eh cooler als alle anderen."
Schon jetzt ist für Daniel nichts mehr wie vorher. "Als ich gestern in Eggenfelden beim Italiener war, hat mich ein kleines Mädchen um ein Autogramm gebeten", erzählt der Jugendliche, der eine Ausbildung zum Kinderpfleger macht. Für die Kinder im Kindergarten Gern war Daniel schon vor seinem TV-Auftritt der erklärte Star. "Er macht mit den Kleinen Musik und hat immer ein Lächeln auf den Lippen", beschreibt Brigitte Reiser den Kollegen. Daniel sei ein Mensch, den man nirgendwo einordnen könne. "Er ist außergewöhnlich, man muss ihn erleben", sagt die Kinderpflegerin. Erleben können ihn die Zuschauer wieder in einer der nächsten drei Fernsehsendungen. Bei einer Live-Telefonabstimmung stellen sich jeweils 10 der 30 verbliebenen Kandidaten den Augen des Fernsehpublikums. Am Samstag, 30.November, gibt RTL den Startschuss zum Weg ins Finale. Daniel sitzt heute schon wieder im Flieger nach Köln. "Ich bin schrecklich nervös, aber ich weiß, dass ich ganz Niederbayern an meiner Seite habe." Dem Sieger des Wettbewerbs steht eine Karriere als Popstar offen. Als Siegesprämie winken ein Management- und ein Plattenvertrag. Mit diesem Gedanken will sich Daniel aber noch nicht auseinander setzen. "Für mich ist das alles ein Spiel. Entweder du wirst geschmissen, oder du lochst ein. Und am Ende heißt es in jedem Fall: Mensch, ärgere dich nicht." Weiter Berichte zum Thema: Karin Friedl für PNP Online |
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