• regioevent.de
  • heimatsport.de
  • am-sonntag.de


pnp.de 12.02.2016



Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...




07.01.2013  |  17:46 Uhr

US-Banken büßen mit Milliardensummen für Kreditpfusch

Lesenswert (0) Lesenswert kommentierenKommentare Weitersagen Weitersagen drucken Drucken merken merken






Feedback zur Vorlesefunktion.
Feedback bitte an info@pnp.de



Charlotte/Washington - Die Wall Street wird ein weiteres Mal von der Finanzkrise eingeholt. Die Bank of America überweist insgesamt mehr als 10 Milliarden Dollar (7,6 Mrd Euro) an den staatlich gestützten Hausfinanzierer Fannie Mae, um Streitigkeiten bei Hypotheken-Deals aus der Welt zu schaffen.



In einem anderen Fall müssen das Geldhaus und neun andere Finanzfirmen wie JPMorgan Chase oder die Citigroup mit zusammen 8,5 Milliarden Dollar für fehlerhafte Hauspfändungen sühnen.

"Diese Vereinbarungen sind ein großer Schritt nach vorne, um unsere Hypothekenthemen aus der Vergangenheit zu lösen", sagte Bank-of-America-Chef Brian Moynihan am Montag zum Vergleich mit Fannie Mae. Das Staatsunternehmen kauft Banken deren Hauskredite ab, wodurch die privaten Institute frisches Geld erhalten und neue Kredite vergeben können. Soweit die Theorie. In der Finanzkrise waren jedoch viele Kredite geplatzt, weil die Hauseigentümer ihre Raten nicht mehr zahlen konnten. Fannie Mae und die ebenfalls staatliche Schwesterfirma Freddie Mac erlitten massive Verluste.

Der Vorwurf: Die Kredite waren von vornherein minderwertig. Die Bank of America zahlt Fannie Mae nun 3,6 Milliarden Dollar in bar und kauft für weitere 6,75 Milliarden Dollar Eigenheimkredite zurück. Damit übernimmt die Bank das Risiko von Kreditausfällen wieder selbst. Die Summen sind deshalb so hoch, weil die Bank of America im Jahr 2008 den größten privaten US-Hausfinanzierer Countrywide übernommen hatte. Ihm werfen Geschäftspartner und Staatsanwälte einen besonders schlampigen Umgang mit Eigenheimkrediten vor.

Auch an einer anderen Stelle war es im billionenschweren Hypothekenmarkt zu Schlampereien gekommen: Bei den Pfändungen von Häusern säumiger Schuldner. Dafür fließen nun auf Drängen des US-Bankenregulierers OCC und der Notenbank Fed Entschädigungen. Zehn Banken und Finanzdienstleister haben am Montag einem entsprechenden Vergleich zugestimmt.

Davon sollen mehr als 3,8 Millionen Schuldner profitieren, deren Häuser in den Jahren 2009 und 2010 in die Zwangsvollstreckung geraten sind. Von der Gesamtsumme sind 3,3 Milliarden Dollar als direkte Zahlungen vorgesehen. Die restlichen 5,2 Milliarden Dollar entfallen auf Erleichterungen bei Kreditverträgen. Pro Fall sollen zwischen ein paar hundert und 125 000 Dollar fließen.

Die US-Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik. Vor allem das sogenannte Robo-Signing hatte für Empörung gesorgt. Übersetzt bedeutet dies "roboterhaftes Unterschreiben". Gemeint ist damit, dass überlastete Sachbearbeiter sich angesichts der schieren Masse der Fälle kaum Zeit für eine eingehende Prüfung der Unterlagen genommen haben, sondern stattdessen im Minutentakt die Pfändungsbescheide erstellten.

Das Thema ist in den USA brandheiß, weil durch das Platzen der Immobilienblase und die anschließende Finanz- und Wirtschaftskrise Millionen Amerikaner ihr Eigenheim verloren haben. Sie konnten ihre Kreditraten nicht mehr zahlen. Viele Schuldner landeten dabei zu Unrecht auf der Straße, wie die Bankenregulierer sagen. Bereits im Februar 2012 gab es deshalb einen 25 Milliarden Dollar schweren Vergleich zwischen den Generalstaatsanwälten der US-Bundesstaaten sowie Großbanken. Weitere Vergleiche sollen nach Auskunft der Notenbank Fed folgen.

Insbesondere für die Bank of America summieren sich die Belastungen. Die Zugeständnisse gegenüber Fannie Mae sind allerdings weitgehend durch Reserven abgedeckt. Im Schlussquartal dürfte damit noch ein "bescheidener" Gewinn herauskommen sein, wie der Finanzkonzern schätzt. Die genauen Zahlen legt die Bank kommende Woche vor. Die Bank hatte im Rahmen eines Vergleichs bereits Ende 2010 jeweils 1,3 Milliarden Dollar an Fannie Mae und Freddie Mac überwiesen.








Dokumenten Information
Copyright © Passauer Neue Presse 2016
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2016
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am




article
626316
US-Banken büßen mit Milliardensummen für Kreditpfusch
Charlotte/Washington - Die Wall Street wird ein weiteres Mal von der Finanzkrise eingeholt. Die Bank of America überweist insgesamt mehr als 10 Milliarden Dollar (7,6 Mrd Euro) an den staatlich gestützten Hausfinanzierer Fannie Mae, um Streitigk
http://www.pnp.de/nachrichten/wirtschaft/wirtschaft/626316_US-Banken-buessen-mit-85-Milliarden-Dollar-fuer-Hauspfaendungen.html?em_cnt=626316
2013-01-07 17:46:10
http://www.pnp.de/_em_daten/_dpa/2013/01/07/teaser/130107_1745_haus_40048228_original.large_4_3_800_154_0_2615_1848_teaser.jpg
news





Anzeige




Börse & Finanzen



DAX
Chart
DAX 8.869,50 +1,33%
TecDAX 1.500,00 +1,01%
EUR/USD 1,1288 -0,24%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation








Der Krankenwagen brannte komplett aus. Die Insassen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. − Foto: dpa

Beim Glatteisunfall eines Rettungswagens am Donnerstagmorgen bei Alheim (Kreis Hersfeld-Rotenburg)...



Die Leiche haben Polizisten im Januar gefunden. Foto: dpa

Grausamer Mord in Studenten-WG: Eine junge Frau will ihren Freund loswerden und greift zur Kreissäge...



Einsatzkräfte an der Unglücksstelle der Züge in Bad Aibling. Foto: dpa

Nach der Zugkollision von Bad Aibling mit zehn Toten und rund 80 Verletzten werden auch Fragen nach...



Liebevoll wird das Familiengrab, in dem auch ein Säugling begraben liegt, von den Eltern gepflegt. Doch seit Monaten stiehlt ein Dieb eine oder mehrere Engelfiguren, sie hinterlassen Lücken. − Foto: privat

Seit Monaten werden von einem Grab am Friedhof in Osterhofen (Landkreis Deggendorf) kleine...



In Ballungsräumen oft die Realität: Eine Massenunterkunft ohne Privatsphäre. Foto: Birgmann

Die Arbeitsgruppe Demographie der CSU-Landtagsfraktion schlägt vor, mehr Flüchtlinge in den...





Dieser "Panzer" sorgte für Aufregung. Foto: dpa

Der Veranstalter des Faschingsumzuges im oberbayerischen Reichertshausen hat sich für die Teilnahme...



"Heimatliebe statt Multikulti" hieß es auf einem Wagen beim Freyunger Faschingsumzug. − Foto: Jahns

Fasching ist die Zeit, in der auch mal auf Konventionen gepfiffen wird, in der es lockerer zugeht...



Von einer "Herrschaft des Unrechts" hatte Ministerpräsident Horst Seehofer im Interview mit der Passauer Neuen Presse gesprochen. Das sorgt nun für Empörung bei der Opposition. − Foto: PNP

CSU-Chef Seehofer sorgt einmal mehr für Ärger in Berlin. Im Zusammenhang mit der Asylpolitik Angela...



CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer begründete die Absage des Politischen Aschermittwochs in einer eigens einberufenen Pressekonferenz mit dem "Respekt vor den Opfern des tragischen Zugunglücks". − Foto: Jäger

Nach dem schweren Zugunglück von Bad Aibling haben CSU, SPD, Grüne und Linke den traditionellen...



"Seehofers Äußerungen sind unerhört und geschichtsvergessen. Sie sind zudem schlichtweg falsch", sagte die Vorsitzende des Rechtsausschusses, Renate Künast (kl. Foto), der "Passauer Neuen Presse". Fotos: dpa/PNP

Die Grünen wollen CSU-Chef Horst Seehofers Äußerungen von einer "Herrschaft des Unrechts" an den...





"Herrschaft des Unrechts": Im Interview mit der Passauer Neuen Presse attackiert Ministeroräsident Horst Seehofer Kanzlerin Angela Merkel. − Foto: dpa

CSU-Chef Horst Seehofer rückt die von Merkel am 4. September vergangenen Jahres verkündete...



Gut 500 Mitarbeiter beschäftigt die msg systems ag derzeit an ihrem Standort Passau. − Foto: Thomas Jäger

Die auf IT-Dienstleistungen und Softwareentwicklung spezialisierte Unternehmensgruppe msg bläst zur...



Aus ungeklärter Ursache ist der Fahrer dieses Wagens ins Heck eines Schneepflugs gekracht. Er erlitt schwerste Verletzungen. − Foto: FW/List

Ein 21-jähriger Autofahrer hat am Freitagmorgen schwere Verletzungen bei einem Verkehrsunfall...



Bei einem Zugunglück in der Nähe von Bad Aibling (Landkreis Rosenheim) sind am heutigen Dienstagmorgen acht Menschen ums Leben gekommen und über 100 verletzt worden, mindestens zehn schwer. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Foto: fib/Eß

Je tiefer die Rettungskräfte in die Wracks vordringen, umso mehr Todesopfer finden sie...



Foto: Archiv PNP

Eskaliert ist am Faschingsdienstag in Spiegelau (Landkreis Freyung-Grafenau) ein Beziehungsstreit...