von Ariane P. Freier
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Die Gedore Gruppe ist heute nach eigenen Angaben einer der weltweit größten Werkzeugspezialisten mit einem breiten und hochwertigen Produktsortiment von über 15.000 Artikeln. − Foto: Seidl
Die Gedore Gruppe ist heute nach eigenen Angaben einer der weltweit größten Werkzeugspezialisten mit einem breiten und hochwertigen Produktsortiment von über 15.000 Artikeln. − Foto: Seidl
Das Projekt "Fit für die Zukunft" lässt seit der Betriebsversammlung am Donnerstag die 126 Mitarbeiter der Gedore Werkzeugfabrik GmbH & Co. KG am Standort Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau) bangen: Am kommenden Dienstag sollen 32 Mitarbeiter die Kündigung bekommen, bis auf vier Frauen arbeiten hier ausschließlich Männer, die meisten sind 45 bis 56 Jahre alt. Wer es ist, wissen die Betroffenen noch nicht. Klar scheint nur, dass die Galvanik sowie vor- und nachgelagerte Bereiche wie die Verpackung nach Remscheid verlagert werden sollen. Das bestätigt Betriebsratsvorsitzender Johann Brunner auf PNP-Nachfrage. Die fünf Azubis unter den 126 Mitarbeitern seien von den Kündigungen nicht betroffen.
Zur Sicherung und zum Ausbau der führenden Rolle im Markt, wolle Gedore frühzeitig geeignete Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Produktionsstandorte einleiten, heißt es in der Zentrale des über 90 Jahre alten Familienunternehmens in Remscheid. Nach Analyse der Schweizer Unternehmensberatung Helbling sieht die Sanierung eine "Zusammenlegung und Zentralisierung von Abläufen und Abteilungen in Deutschland, den Abbau von ungenutzten Kapazitäten und die Modernisierung der Produktionsprozesse zur Erhöhung der Produktivität" vor, so die Geschäftsführung unter Vorsitz von Karen Dowidat.
Das 15 Seiten umfassende "Zukunftskonzept" reiche laut Werner Kneuer, Sekretär der IG Metall Passau, allerdings nicht aus, um den Firmenableger, der im Sommer 50-jähriges Bestehen feierte, dauerhaft zu stabilisieren: "Ich bin davon noch nicht restlos überzeugt, es dient nur einer ersten Ist-Aufnahme."
Betriebsratschef Brunner gibt sich hoffnungsvoller, nachdem die Firma erst kürzlich rund drei Millionen Euro in zwei automatisierte Schmiedehämmer in Waldkirchen investiert hatte. − rsMehr dazu lesen Sie in Ihrer Ausgabe der Passauer Neuen Presse (Heimatwirtschaft Niederbayern) vom 27. Oktober.
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