

von Alois Schießl
Lesenswert (2)Ob man als Privatanleger seine Finanzgeschäfte selber managt oder aber einen Berater zu Hilfe nimmt, macht meist keinen Unterschied. Manchmal fährt man sogar besser, wenn man auf die Dienste einer Bank oder eines Finanzberaters verzichtet. Das ist das Ergebnis einer breit angelegten Studie, die der Passauer Wirtschaftsprofessor Niklas Wagner federführend für die FondsConsult Research AG in München anfertigte, und die er jetzt im Interview mit der PNP vorstellte.
"Allen Anlageberatern fiel es schwer, den "Markt", das heißt, passiv zusammengesetzte Vermögensanlagen, zu schlagen. Das gilt sogar bereits vor Abzug der Kosten und verschärft sich bei Berücksichtigung der oft erheblichen Gebühren ", sagt Wagner. Ein bis 1,5 Prozent jährlich seien üblich. "Die meisten Manager hatten erhebliche Probleme mit dem letzen Abschwung des Marktes ab August 2011, was sich zum Teil aus einer starken Orientierung am europäischen Aktienmarkt erklärt."
Wagner rät: Grundregeln für Qualität beachten
Wagner rät daher auf folgende Grundregeln zu achten, die für die Qualität der Produkte stehen: "Das Anlageprodukt wird defensiv verkauft. Die Aufmachung der Prospektunterlagen und der Produktwerbung ist eher unauffällig. Dem Kunden werden keine überzogenen Renditeversprechungen gemacht. Der Anbieter klärt ausführlich über die Risiken auf. Die Gebühren sind maximal durchschnittlich und werden im Prospekt transparent und leicht verständlich aufgeführt, so dass der Anleger selbst leicht ausrechnen kann, was ihn die Verwaltung im Jahr kostet."
Professor Niklas Wagner (43) ist seit April 2007 Inhaber des Lehrstuhls für Finanzcontrolling an der Universität Passau. Zuvor war er an den Hochschulen in Hannover und Dresen tätig und forschte auch an den US-Universitäten U.C. Berkeley und Stanford. Wagner erlangte zudem Praxiserfahrung durch mehrjährige Tätigkeit im Portfolio Management bei der HypoVereinsbank in München.
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